Den Traumberuf beim Tag des Handwerks in Feuchtwangen entdecken | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.03.2026 18:19

Den Traumberuf beim Tag des Handwerks in Feuchtwangen entdecken

Kreishandwerksmeister Werner Kamm, Geschäftsführer Andreas Völkner, Landrat Dr. Jürgen Ludwig, MdL Andreas Schalk, Geschäftsführerin Bauakademie Gabriele Gottwald, Präsident der Handwerkskammer Thomas Pirner und Bezirksrat Hans Popp (von links) bei der Eröffnungsveranstaltung zum Tag des Handwerks. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Kreishandwerksmeister Werner Kamm, Geschäftsführer Andreas Völkner, Landrat Dr. Jürgen Ludwig, MdL Andreas Schalk, Geschäftsführerin Bauakademie Gabriele Gottwald, Präsident der Handwerkskammer Thomas Pirner und Bezirksrat Hans Popp (von links) bei der Eröffnungsveranstaltung zum Tag des Handwerks. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Kreishandwerksmeister Werner Kamm, Geschäftsführer Andreas Völkner, Landrat Dr. Jürgen Ludwig, MdL Andreas Schalk, Geschäftsführerin Bauakademie Gabriele Gottwald, Präsident der Handwerkskammer Thomas Pirner und Bezirksrat Hans Popp (von links) bei der Eröffnungsveranstaltung zum Tag des Handwerks. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Die Kreishandwerkerschaft Westmittelfranken führt in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer zum dritten Mal in der Bauakademie Feuchtwangen den „Tag des Handwerks“ durch. Verteilt auf zwei Tage können sich 1000 Schülerinnen und Schüler aus Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien orientieren und sogar selbst Hand anlegen.

Bei der offiziellen Eröffnung am Montagabend betonte Geschäftsführer Andreas Völkner die Wertschätzung für das Handwerk, welche die Innungen mit der Veranstaltung zeigen wollen. Vom Bäckerhandwerk übers Fliesenlegen bis hin zum Friseurberuf – bei den „MacherTagen” haben Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse auch am Dienstag, 11. März, noch von 8.30 bis 12.30 Uhr die Gelegenheit, sich mit Fachleuten auszutauschen.

Kreishandwerksmeister Werner Kamm betonte bei der Eröffnungsveranstaltung die Bedeutung des Handwerks für Wirtschaft und Gesellschaft. Hierfür sei das Handwerk ein „treibender Faktor“. Kamm hoffte, dass sich viele Auszubildende für das Handwerk interessieren, nachdem alle Innungen zwei Tage lang auf einem Platz versammelt seien.

„Karriere mit Lehre” ist möglich

Als Präsident der Handwerkskammer bedankte sich Thomas Pirner für die Darstellung des Handwerks „in voller Breite“. Die künftigen Azubis sollten sehen, wie eine „Karriere mit Lehre“ möglich sei. Pirner bejahte die Frage nach der Zukunft des Handwerks und wies auf das Chancenangebot für junge Menschen hin, die als Fachkräfte von morgen den vorhandenen Bedarf abdecken könnten.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig bestätigte die Bedeutung der Werbung für die Handwerksberufe. Nicht nur die Industrie sei wichtig. Das Handwerk biete wohnortnahe Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Ludwig stellt auch die gesamtgesellschaftliche Bedeutung heraus. Er erwähnte die Gewerbesteuer und die vielen Dienstleistungen, auch im sozialen Bereich. Ein Vorteil beim Tag des Handwerks sei, dass die jungen Leute nicht nur etwas über Berufe hören, sondern auch etwas sehen und ausprobieren können. Ein Wunsch des Landrats war, dass die Beschulung der Azubis nicht nur im Ballungsraum stattfindet, sondern auch regional ermöglicht wird.

Landtagsabgeordneter Andreas Schalk hob in seinem Grußwort die Verknüpfung von Mittelstand und Handwerk hervor. So könnten soziale Verantwortung gelebt und die Jobs von Mitarbeitenden gesichert werden. MdL Schalk hoffte, dass sich genügend Nachwuchskräfte begeistern lassen und erfolgreiche Betriebe weiterführen.

„Handwerk schafft Lösungen”

Bezirksrat Hans Popp zitierte das Motto „Handwerk schafft Lösungen“, denn es sei robust, lösungsorientiert und zunehmend zuversichtlich. Popp lobte die verschiedenen Workshops bei der Ausbildungsmesse, bei denen die Teilnehmenden selbst Hand anlegen können – sei es beim Brezenbacken, Mauernbauen oder Wetthämmern. In der BauAkademie biete sich eine ideale Plattform, auf der vielleicht der Traumberuf entdeckt werden kann. Immerhin 13 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland seien im Handwerk beschäftigt. Nach Gesellenprüfung und Meisterbrief sei auch ein Studium möglich.

Als Gastgeberin bedankte sich Geschäftsführerin Gabriela Gottwald für die Investition der Innungen in Nachwuchskräfte. Die erfahrene Bauingenieurin erinnerte an die Ausrichtung der deutschen Meisterschaften im Bauhandwerk im vergangenen Jahr in der Bauakademie und freute sich, dass jungen Leuten Perspektiven aufgezeigt wurden.

Sabine Madinger und Laura Moßmeyer vom Sachgebiet Wirtschaftsförderung der Regierung von Mittelfranken wiesen auf die verschiedenen Förderprogramme hin. So erhalten kleine und mittelständische Betriebe über die bayerische Regionalförderung einen Investitionszuschuss, der aber aktiv beantragt werden müsse.

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