Das gibt es selten: Mit Kosten von rund 3,4 Millionen Euro wird das neue Colmberger Feuerwehrhaus vermutlich rund 400.000 Euro günstiger als ursprünglich geschätzt. Trotz einer Förderung von rund 568.000 Euro sei das dennoch eine große Belastung für den Gemeindehaushalt, sagte Bürgermeister Gerhard Wachmeier beim Richtfest.
„Wir liegen sehr gut um Plan“, sagte Wachmeier. Schon Ende des Jahres werde der Bau fertiggestellt. „Einweihung feiern wir dann im Mai nächstes Jahr.“ Wachmeier begrüßte auf der Feier alle Beteiligten, „auch die Nachbarn, die den Baulärm ertragen mussten.“ Bei allen Gewerken seien heimische Firmen zum Zuge gekommen, betonte Wachmeier: „Handwerker mit Herz und Verstand.“ Ein Colmberger Maurer sei maßgebend beteiligt gewesen: „Für den war das quasi Home-Office.“
In Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen Geslau und Flachslanden werde auch eine Schlauchpflegeanlage entstehen, so Wachmeier, die auch von den Ortsteil-Feuerwehren genutzt werden könne.
Kreisrat Reinhold Meyer sagte in Vertretung von Landrat Dr. Jürgen Ludwig, in Colmberg entstehe „ein Feuerwehrhaus für die nächsten 40 Jahre“. Das sei auch ein Zeichen für den möglichen Feuerwehr-Nachwuchs im Ort. Meyer dankte auch Alt-Bürgermeister Wilhelm Kieslinger, der den Bau ursprünglich initiiert hatte.
Ausgangspunkt für die Planungen und die Erkenntnis, dass ein neues Feuerwehrhaus gebraucht wurde, sei der Feuerwehrbedarfsplan im Herbst 2020 gewesen, erinnerte Feuerwehr-Kommandant Bernhard Heubeck.
Die ehrenamtlichen Mitglieder der Colmberger Feuerwehr – aktuell sind das 39 Männer, elf Frauen und vier Jugendliche – hätten den Input für das Planungsbüro Scheuenstuhl geliefert: „Aus unserer Sicht sind die Anregungen umgesetzt worden.“ Insgesamt sei die ehrenamtliche Unterstützung bei der Planung und Realisierung außerordentlich gewesen, lobte Colmbergs Bürgermeister Gerhard Wachmeier die Beteiligten: „Das ist aller Ehren wert.“