Bei der Kommunalwahl im März des Jahres wurde für den nach zwölf Jahren ausscheidenden Bürgermeister Werner Leibrich ein Nachfolger gewählt. Der noch bis zum 30. April im Amt stehende Bürgermeister zeigte sich sehr zuversichtlich, dass sich die Kommune auch künftig gut weiterentwickeln werde.
Leibrich ausdrücklicher Dank gilt rückblickend allen, die sich in der Gemeinde ehrenamtlich engagieren. Neuer Rathauschef wurde der einzige Bewerber Norbert Lenz, der von den beiden Listen (Wählergruppe Wittelshofen und Wählergruppe Ortsteile) nominiert wurde. In den Archiven finden sich Hinweise auf das Dorf bereits aus dem 13. Jahrhundert. Die Geschichte des Dorfes reicht aber noch weiter zurück. Der Römerpark Ruffenhofen lässt aber den Schluss zu, dass Menschen bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung an den beiden Flüssen siedelten.
Das Ortswappen mit der abgebildeten Lilie weist auf die Zugehörigkeit zu einem Kloster hin und der spätere Einfluss der Hohenzollern und Ansbacher Markgrafen wird durch die Vierung in Silber und Schwarz zum Ausdruck gebracht. Die Gemeinde bilden der Hauptort Wittelshofen und die Ortsteile Illenschwang, Dühren, Ober- und Untermichelbach, Gelshofen und Grüb. Landschaftlich liegen die Dörfer am Fuße des Hesselbergs und zum Teil an den Ufern von Sulzach und Wörnitz und können als lebenswert eingestuft werden. Arztpraxis, Grundschule, Kindergarten und neu erschlossene Baugebiete tragen dazu bei, dort heimisch zu werden.
An Freizeitmöglichkeiten gibt es den Römerpark Ruffenhofen mit Limeseum, den Geologischen Wanderweg auf dem Hesselberg, sowie den Hesselberg Radweg und den Fränkischen Wasserradweg. In den gemütlichen Gasthäusern, teilweise mit Biergarten, lässt es sich gut essen und trinken. Es besteht auch die Möglichkeit des Beitritts zu einem örtlichen Sportverein, eine Besonderheit ist der Baseball-Club „Michelbach Angels“, der sich seit mehr als 25 Jahren im Ortsteile Untermichelbach etabliert hat. Für gesellige Veranstaltungen sei auch die Blasmusik Illenschwang zu erwähnen.
Zur Verbesserung der Infrastruktur und Lebensqualität der Bürgen wurden in den vergangenen Jahren neben der Durchführung von Dorferneuerungsmaßnahmen in Wittelshofen und Illenschwang und der Erschließung von Baugebieten auch Nahwärmenetze verlegt. Zudem wurde die als Staatstraße eingestufte Hauptstraße in Wittelshofen sowie etliche Seitenstraßen durch das Staatliche Bauamt Ansbach und die Gemeinde Wittelshofen saniert. Das größte Bauprojekt der Gemeinde mit einem Kostenvolumen von rund 6 Millionen Euro bleibt jedoch für die nächsten Jahre die Sanierung der Grundschule mit Integrierung von Kindergartengruppen. Insgesamt kann festgestellt werden, dass Wittelshofen ein lebenswertes Dorf mit hoher Lebensqualität ist.
Albert Schülein