Durch Nachverdichtung oder durch Sanierung älterer Bauten kann zusätzlicher Wohnraum für mehr Menschen geschaffen werden. Der Fokus liegt dabei auf bereits vorhandenen Gebäuden und bebauten Grundstücken.
Angesichts knapper Bauflächen gewinnen Altbauten zunehmend an Attraktivität. Sie können sprichwörtlich Geschichten erzählen, hinken jedoch bei der Energieeffizienz häufig hinterher. Sanieren kann sich daher gleich mehrfach lohnen: durch eingesparte Heizkosten, eine höhere Wohnqualität, mehr Platz und eine Wertsteigerung der Immobilie.
Nach fachkundiger Betrachtung des Hauses erweist sich die energetische Sanierung der Gebäudehülle häufig als wirtschaftlich sinnvolle und zugleich ökologische Maßnahme – und zwar noch vor einem Austausch der Heizungsanlage.
Eine gute Gebäudehülle ist folglich der Schlüssel für die Senkung des Energieverbrauchs im privaten Haushalt. Wer jetzt in die Energieeffizienz des eigenen oder zukünftigen Zuhauses investiert, leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, sondern wird langfristig unabhängiger von steigenden Öl-, Gas- oder Strompreisen und sorgt für eine Wertsteigerung des Eigenheims.
Im Zuge der Sanierung kann das Gebäude weiterhin so umstrukturiert werden, dass es zu den aktuellen Bedürfnissen der Bewohner passt. So steht rein statistisch heute jedem Menschen mehr Wohnraum zur Verfügung als jemals zuvor in der Geschichte. Das Problem liegt wie so oft in der ungleichen Verteilung.
Dabei stehen viele Menschen hier einer Umverteilung durchaus offen gegenüber: Für die ältere Generation wird das große Eigenheim eher zur Belastung, junge Familien dagegen wünschen sich mehr Platz. Hier wäre zum Beispiel der Umbau eines Einfamilienhauses zu einem Zweifamilienhaus oder einem Doppelhaus eine geeignete Lösung. So entsteht durch kreative Planung ein neues Wohnkonzept, das den Bedürfnissen aller gerecht wird.
Das Schließen von Baulücken und die geschickte Teilung von Bauland bieten ebenfalls viel Potenzial für mehr Wohnraum.
Kleine Hauskonzepte gewinnen dabei auch an Größe, indem man in die Höhe und Tiefe baut. Entscheiden sich Bauherrinnen und Bauherren für einen Keller, bietet dieser nicht nur weiteren Stauraum. Er kann bei entsprechenden Installations- und Dämmmaßnahmen auch als Gästezimmer, für ein Homeoffice oder als Fitnessraum genutzt werden.
Architektonische Lösungen wie Flachdächer mit integrierter Terrasse oder Dachgarten schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Freisitze in urbaner Umgebung.
Die Wahl der Bauweise und der Baustoffe spielt sowohl für die Kosten als auch für die Umsetzbarkeit eine entscheidende Rolle. Massivhäuser erweisen sich hier als besonders vorteilhaft, da sie kosteneffizient sind und eine lange Nutzungsdauer aufweisen.
Der wesentliche Punkt ist aber die hohe Flexibilität bei der Grundrissgestaltung und Raumnutzung. Alle Möglichkeiten des Bebauungsplans können durch die Massivbauweise geschickt ausgenutzt werden, wie zum Beispiel durch ungewöhnliche Winkel von Außenwänden. Da massiv gemauerte Wände statisch meist unterbeansprucht sind, können sie bei Bedarf versetzt und Räume neu zugeordnet werden.