Zum 13. Mal beteiligten sich die Dienststellen der Polizei Mittelfranken am Mittwoch am europaweiten 24-Stunden-Blitzermarathon. Der Spitzenreiter in Westmittelfranken wurde bei Dietersheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) geblitzt.
Im gesamten Regierungsbezirk wurden dieses Jahr 130 Messstellen betrieben, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Mehr als 43.000 Fahrzeuge passierten die Geschwindigkeitskontrollen und mehr als 1000 Personen überschritten die jeweils gültige Geschwindigkeitsbegrenzung.
Zum Vergleich: Im Jahr 2025 kontrollierte die Polizei in Mittelfranken insgesamt rund 60.000 Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. 1250 Raserinnen und Raser gingen ihr damals ins Netz.
Auch in Westmittelfranken erwischte die Polizei dieses Jahr zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer, die deutlich zu schnell unterwegs waren. Im Landkreis Ansbach führt ein 55-jähriger Autofahrer die Liste an. Der Mann war auf der Staatsstraße 1066 bei Schnelldorf mit 138 km/h bei erlaubten 100 km/h unterwegs, erklärt Kristina Egerer auf Nachfrage unserer Redaktion.
Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim ist ein 19-Jähriger der Spitzenreiter. Er wurde auf der Bundesstraße 470 bei Dietersheim geblitzt und fuhr 142 km/h statt der erlaubten 100, so Egerer.
Im gesamten Regierungsbezirk Mittelfranken erreichte ein Kastenwagenfahrer auf der B8 bei Langenzenn den traurigen Höchstwert, heißt es in der Mitteilung weiter. Statt der erlaubten 80 km/h fuhr er 143 km/h. Nach Abzug der Messtoleranz wird diese Geschwindigkeitsüberschreitung in der Regel mit einem Bußgeld von 480 Euro, einem Fahrverbot von einem Monat und zwei Punkten in Flensburg geahndet.
Wie das Präsidium weiter mitteilt, war 2025 zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit erneut Hauptursache Nummer 1 bei Unfällen mit Getöteten oder Schwerverletzten in Mittelfranken. Das zeigen die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik 2025 des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Verkehrsüberwachung diene also genauso wie Kriminalitätsbekämpfung dem Schutz von Leben und Gesundheit aller Menschen.
Im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel” strebt das Polizeipräsidium Mittelfranken weiterhin an, die Zahl aller Verkehrsunfälle zu senken und die Anzahl der verletzten und getöteten Personen zu reduzieren.