Das Privatarchiv von Reinhard Dugas haben dessen Hinterbliebene der Marktgemeinde Bechhofen (Landkreis Ansbach) übereignet. Heimatpflegerin Claudia Dommel und Bürgermeister Sven Waidmann nahmen das Konvolut in Empfang. Es umfasst zahllose Zeitungsartikel, Zeitungen, Festschriften, Wahlbroschüren und etliche Fotografien.
Zunächst gelte es, die Archivalien gründlich zu sichten und zu katalogisieren. Hierfür soll ein Arbeitskreis entstehen, der sich der Aufarbeitung des Materials widmet, hieß es. So könne das Erbe von Reinhard Dugas, der im August 2023 verstorben ist, eine reiche Fundgrube für Heimatforschende, für Vereine, die ihre Chronik erstellen wollen, sowie für weitere Interessierte sein. Wer Interesse hat, kann sich im Rathaus unter Telefon 09822/60611 melden.
Reinhard Dugas war von 1966 bis 2022 freiberuflicher Mitarbeiter für die FLZ. Doch er berichtete nicht nur über tagesaktuelle Themen: Als Verfasser vieler Festschriften und Heimatbücher erwies er sich zudem als genauer Chronist und leidenschaftlicher Heimatforscher.
Dugas (Jahrgang 1939) wurde als Kind mit seiner Familie aus seiner niederschlesischen Heimat vertrieben und kam nach mehreren Stationen ins Lager Voggendorf, östlich von Bechhofen. In seinem 2007 erschienenen „Heimatbuch Voggendorf Wiesethbruck“ nimmt die Geschichte der Aufnahme und Integration der Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg breiten Raum ein.
Im Hauptberuf war Dugas Postbeamter im gehobenen Dienst. Zwischen 1972 und 2002 war er insgesamt 24 Jahre lang Mitglied des Marktgemeinderats Bechhofen. Zudem gehörte er über Jahrzehnte dem Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Bechhofen an.
Bechhofens Bürgermeister Sven Waidmann bot an, die Archivalien auf lange Sicht im Rathaus zu lagern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.