Eine interaktive Ausstellung mit Arbeiten von jungen Dinkelsbühler Künstlerinnen und Künstlern ist bis einschließlich Sonntag, 8. September, im Haus der Geschichte zu sehen. Das Motto lautet „Wieso? Weshalb? Wohin?“.
David Schiepek, der Kurator der Schau, ist im vergangenen Jahr mit der Idee einer Kunstausstellung für ein jüngeres Publikum an die Verantwortlichen des Museums herangetreten, hieß es bei der Vernissage. Und er stieß damit auf offene Ohren. Nun präsentieren Emma Kiehn, Maria Schiepek und Daniel Mäffert die kreative Aufarbeitung ihrer Kindheit und Jugend in Dinkelsbühl.
Das Trio gibt tiefe Einblicke in seine Gefühls- und Gedankenwelt. Strukturiert ist diese in die drei Kapitel „Erinnern und Hinterfragen“, „Zweifeln und Fürchten“ und „Träumen und Wagen“. Anhand derer werden die Besuchenden durch die Ausstellung geleitet.
Ausgehend von den Einblicken der Künstlerinnen und Künstler sind die Besuchenden eingeladen, zu reflektieren und zu diskutieren, welche Erinnerungen und Gedanken sie persönlich mit ihrem Aufwachsen – ob in Dinkelsbühl oder andernorts – verbinden und welche Relevanz diese für ihre Gegenwart haben. Dafür gibt es verschiedene interaktive Elemente und einen Audioraum. Dadurch erhalten die Besuchenden die Möglichkeit für weitergehende Auseinandersetzung mit den Inhalten der Schau und zur Partizipation.
Fast alle an der Ausstellung beteiligten verantwortlichen Personen sind jünger als 25 Jahre. Kurator David Schiepek hat im Haus der Geschichte schon einige Workshops begleitet. Schon als Schüler habe ihn das Museum fasziniert. „Es ist ein offener Kulturort, der mehr Unterstützung und mehr Aufmerksamkeit verdient hätte“, so Schiepek. Er habe viel Aufwand und Mühe in die Ausstellung investiert, teilte er mit. Auch ein Computerprogramm sei bei der Planung der Ausstellungsräume zum Einsatz gekommen. Zum Begleitprogramm der Schau gehören im Sommer Workshops und Kinoabende.
Emma Kiehn studiert in Köln Kunst und Mathematik auf Lehramt. Für Daniel Mäffert ist Kunst eine reine Freizeitbeschäftigung, wie er erklärte. „Beim Zeichnen kann ich einfach wunderbar entspannen.“ Ihm gefalle, dass er beim Malen so viel ausprobieren könne.
Maria Schiepek malte schon im Kindergarten stundenlang und bastelte. „Kunst, in welcher Form auch immer, ist schon immer ein Teil meines Lebens“, betonte sie. Doch dass ihre Werke nun in ihrer Heimatstadt öffentlich ausgestellt werden, sei „der Wahnsinn“ für sie.
Nicht minder beeindruckt zeigte sich bei der Vernissage Bürgermeisterin Nora Engelhardt. Es sei ein wunderbares Zeichen, wenn junge Talente die Kunst für sich entdeckten. Wer sich die Ausstellung ansehe, könne in eine „inspirierende Gedankenwelt“ eintauchen, so Engelhardt.