Ansbach: Was Willi Probst in seiner Galerie im Hinterhof zeigt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.12.2025 07:00

Ansbach: Was Willi Probst in seiner Galerie im Hinterhof zeigt

Die farbenfrohe Holzskulptur „zielstrebig – wohin” von Bernhard Apfel ist hier im Vordergrund zu sehen.  (Foto: Martina Kramer)
Die farbenfrohe Holzskulptur „zielstrebig – wohin” von Bernhard Apfel ist hier im Vordergrund zu sehen. (Foto: Martina Kramer)
Die farbenfrohe Holzskulptur „zielstrebig – wohin” von Bernhard Apfel ist hier im Vordergrund zu sehen. (Foto: Martina Kramer)

Immer wieder samstags in der Vorweihnachtszeit öffnet Willi Probst die Tore seiner Galerie im Hinterhof für eine große Adventsausstellung. Zu sehen ist eine Sammlung bemerkenswerter Werke von sechs Kunstschaffenden, die in den Jahren zuvor auch Einzelausstellungen in Probsts Anwesen präsentiert haben.

Es ist selten, dass in einer Kunstschau das Bildhauerische gegenüber der Malerei überwiegt. Die Ausstellung von Willi Probst stellt diese Ausnahme dar und zeigt, wie vielfältig, bunt und experimentell sich diese aus Holz, Pappmaché, Glas oder Metall geschaffenen Werke ausnehmen können.

Farbenfroh und detailreich

Farbenfroh, lebendig und detailreich sind die bemalten Holzarbeiten von Bernhard Apfel, der in Bad Tölz sein Atelier betreibt. Klein, feinsinnig und originell sind die aus Pappmaché gefertigten Stücke von Helgi E. Beggel aus Auhausen. Kleidungsstücke en miniature, plastisch herausgearbeitet, lassen die Zwerge vermissen, denen sie auf den Leib geschneidert scheinen. Kühle Glaskunst, wie sie der bei Nördlingen lebende Wolfgang Mussgnug fertigt, oder grob mit der Kettensäge geformte Holzskulpturen à la Andreas Kuhnlein harren der Entdeckung in der sich über die Stockwerke verteilenden Galerie.

Neben all dieser skulpturalen Pracht gibt es natürlich auch die Malerei: Fein Ziseliertes, Großformatiges, Plakatives. Der Ornbauer Künstler Johannes Vetter ist mit raumgreifenden Einzelwerken vertreten. Er richtet den Blick in seiner unverkennbaren Art auf einzelne Aspekte seiner Kompositionen und erzielt damit verblüffende Effekte. Daneben der Hausherr selbst mit seinen eleganten, feingestaltigen Aquarellen, die er den Anregungen seiner vielen Reisen verdankt: bekannte Orte, Landschaften, Gebäude in der unverwechselbaren Willi-Probst-Technik dargestellt und verewigt. Derselben Maltechnik huldigt der Münchner Aquarellist Alexander Befelein und ist doch ganz anders im Ausdruck. Seinen mit einer gewissen Unschärfe ausgestatteten Darstellungen haftet etwas Geheimnisvoll-Mystisches an.

Anspruchsvolle Kunst auf engem Raum

Auf engem Raum viel anspruchsvolle Kunst, die einen ganz eigenen Kommentar zum allgemeinen Weihnachtstrubel formuliert und darin nicht untergehen sollte. Hinschauen lohnt sich.

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Geöffnet ist die Ausstellung in der Galerie im Hinterhof, Würzburger Straße 25, noch am 6., 13. und 20. Dezember jeweils von 10 bis 14 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer 0981/21412692.


Von MARTINA KRAMER
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