Zwei Wanderer haben auf einem vereisten Steig am Hohen Göll im Berchtesgadener Land festgesessen. Durch einen achtstündigen Nachteinsatz der Bergwacht und eines Polizeihubschraubers konnten beide unverletzt gerettet werden, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte.
Ein 29-Jähriger und seine 25-jährige Begleiterin wollten demnach am Samstag vom Alpeltal übers Brett zum Stahlhaus, das ganzjährig geöffnet ist. Wegen der Vereisung im Absturzgelände ging es für sie laut BRK im Bereich des Großen Archenkopfs nicht mehr weiter. Die beiden setzten einen Notruf ab.
Das Duo war den Angaben zufolge schon über der Nebelgrenze, auf rund 2.300 Metern Höhe. Kurz vor Sonnenuntergang habe die Bergwacht deshalb versucht, sie mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ aus Traunstein zu erreichen. Die Wolkendecke sei aber rasch angestiegen und der Hubschrauber mit zwei Bergrettern an Bord musste demnach abbrechen. Die Bergwacht stellte den Angaben zufolge auf einen längeren Einsatz am Boden um.
Drei Retter seien als Voraustrupp aufgestiegen. Sie kümmerten sich laut BRK darum, dass die Wanderer nicht auskühlten und gaben ihnen Steigeisen. Vier weitere Einsatzkräfte sicherten die vereisten Stellen demnach mit Seilen. Der Einsatzleiter forderte einen nachtflugtauglichen Polizeihubschrauber mit Rettungswinde an, um alle bei einer Wolkenlücke möglichst schnell ausfliegen zu können.
Der erste Versuch weiter oben scheiterte den Angaben nach an der schlechten Sicht. Dann erreichte die Besatzung von „Edelweiß 8“ die absteigende Gruppe auf rund 1.900 Metern Höhe, holte beide mit der Winde an Bord und brachte sie zum Landeplatz Schneewinkl im Tal. Die übrigen Bergretter seien zu Fuß abgestiegen.
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