100 Tage nach der Eröffnung: Die Bernatura Streuobstwelt wird zum Besuchermagneten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.08.2025 09:04

100 Tage nach der Eröffnung: Die Bernatura Streuobstwelt wird zum Besuchermagneten

Mit dem Joystick wird die Biene gesteuert. Sie soll möglichst viele Blüten bestäuben. (Foto: Anna Franck)
Mit dem Joystick wird die Biene gesteuert. Sie soll möglichst viele Blüten bestäuben. (Foto: Anna Franck)
Mit dem Joystick wird die Biene gesteuert. Sie soll möglichst viele Blüten bestäuben. (Foto: Anna Franck)

Vor gut 100 Tagen wurde die Bernatura Streuobstwelt in Burgbernheim eröffnet. Auch ein Ausstellungsbereich findet sich in ihr. Interaktiv geht es dort zu. Das Konzept kommt an, freuen sich die Verantwortlichen.

„Wir sind bislang sehr zufrieden mit der Resonanz der Besucher und Besucherinnen. Wir bekommen viele begeisterte Rückmeldungen zu der Ausstellung, aber auch zum gesamten Gebäude”, betont derweil Bernatura-Leiterin Nadine Höhne. Die Ausstellung sei mit viel Liebe zum Detail gestaltet, informativ und unterhaltsam, so die Meinungen. Regelmäßig kommen Erwachsenengruppen, aber auch Schulklassen und Kindergartengruppen zu Besuch.

Allein am Eröffnungswochenende im Mai besuchten die Ausstellung rund 3000 Menschen. Seitdem kamen –Stand Mitte August – noch einmal rund 2100 Besucherinnen und Besucher dazu.

Was lebt unter der Streuobstwiese?

Der Ausstellungsbereich hat allerhand zu bieten. Besucher können in den „Boden” abtauchen, dort wird gezeigt, was alles unter der Streuobstwiese lebt, erzählt Felicia Ittner, eine der Mitarbeiterinnen in der Streuobstwelt. Kinder können hindurchkriechen. Innen versteckt sich zudem ein Monitor, er zeigt einen Maulwurf beim Buddeln.

In einem Raum für Kinder können diese sich auf eine Wiese legen, die Geräusche wahrnehmen und Tiere und Pflanzen kennenlernen. Dort pfeift und rauscht es.

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Ein weiterer Raum zeigt die historischen Wurzeln. Hier erfahren Besucher, wie Burgbernheim eigentlich zu den prächtigen Streuobstwiesen kam. Der Obstanbau wird in der Stadt nämlich seit dem späten Mittelalter in amtlichen Dokumenten erwähnt, heißt es auf einer Informationstafel.

Äpfel und Birnen können bestimmt werden

Ein Stück weiter kann „Sortenvielfalt” bewundert werden – zahlreiche verschiedene Äpfel sind hier ausgestellt und mit Schildern benannt. Nicht alle sind auch wertvoll, sagt Ittner. Hier tummeln sich besonders die bekannteren Sorten. „Wir konnten nicht alle Äpfel selbst bezahlen, das wäre ziemlich teuer”, erklärt Ittner. Stattdessen haben manche Bürgerinnen und Bürger eine Patenschaft abgeschlossen. Ein paar fehlen aber auch noch in der Sammlung. Immer wieder melden sich Interessenten. Zudem ist es möglich, seinen Apfel oder seine Birne bestimmen lassen.

Ein Eindruck vom Treiben in der Baumkrone können Besucher ebenso bekommen. Hier summt es ganz gewaltig, Bienen und die Blumen werden zum Thema. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein „Bestäubungsspiel”: Ziel ist es, mittels eines Joysticks möglichst viele Blüten zu bestäuben und den Hornissen auszuweichen.

Zurück in Omas und Opas Keller

Die „Speisekammer der Erinnerungen” heißt ein weiterer Raum. Besucher werden zurückkatapultiert in „Oma und Opas Keller”. Eingemachtes, aber auch Geräte, die früher genutzt wurden, sind hier zu finden. Wer den Hörer eines Telefons abnimmt, kann zudem Geschichten hören. Auf der Terrasse wird der Garten der Zukunft nachgestellt. Verschiedene Kräuter sind hier beispielsweise zu finden. Zudem lädt sie für eine Verschnaufpause ein.

An der Ausstellung selbst sollen künftig keine Änderung vorgenommen werden, erklärt Höhne. Das Angebot im Bernatura-Laden soll aber mit weiteren Streuobstprodukten und das Angebot an Veranstaltungen ausgebaut werden.


Anna Franck
Anna Franck
Redakteurin im Online-Team
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