Zwischenlager für mineralische Abfälle in Feuchtwangen geplant | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.06.2025 08:00

Zwischenlager für mineralische Abfälle in Feuchtwangen geplant

Das Firmengelände der Friedrich Herz GmbH & Co.KG in Feuchtwangen: Das Unternehmen plant ein Zwischenlager für mineralische Abfälle. (Foto: Friedrich Herz GmbH & Co.KG)
Das Firmengelände der Friedrich Herz GmbH & Co.KG in Feuchtwangen: Das Unternehmen plant ein Zwischenlager für mineralische Abfälle. (Foto: Friedrich Herz GmbH & Co.KG)
Das Firmengelände der Friedrich Herz GmbH & Co.KG in Feuchtwangen: Das Unternehmen plant ein Zwischenlager für mineralische Abfälle. (Foto: Friedrich Herz GmbH & Co.KG)

Die Friedrich Herz GmbH & Co.KG beabsichtigt die Erweiterung ihres Betriebsstandortes an der Daimlerstraße in Feuchtwangen: Konkret geht es um ein Zwischenlager für vorrangig mineralische Abfälle. Nähere Informationen gibt es für Interessierte am Dienstag, 24. Juni, um 18 Uhr auf dem Firmengelände.

Ziel des Vorhabens sei es, diese mineralischen Abfälle teilweise vor Ort aufzubereiten, um „entsprechende Recyclingprodukte zukunftsweisend und nachhaltig wieder im Bausektor einzusetzen“. Die Bauvoranfrage dafür habe das Unternehmen bereits im Juli 2022 gestellt, so die Firmenleitung, die laut FLZ-Informationen inzwischen beabsichtigt, den Betrieb zu verkaufen, sich auf Anfrage dazu aber noch nicht äußern will.

Seit Abgabe der Bauvoranfrage „durchlief der Antrag ein umfangreiches Genehmigungsverfahren, in dem alle genehmigungsrechtlichen Aspekte, wie beispielsweise nach BImSchG, Wasserrecht, Abfallrecht, Artenschutz und Lärmschutz beleuchtet wurden“, informiert Prokuristin Elke Herz. Und: Die Abfalllagerung sei in teilweise überdachten Schüttgutboxen geplant, die Aufbereitung mineralischer Abfälle zu Recyclingprodukten erfolge in einer geschlossenen Halle.

Insbesondere bei der Entsorgung mineralischer Abfälle auf Baustellen und der dazu zwingend vorgeschriebenen Vorgehensweise seien Zwischenlager für Bauherren sowie für die ausführenden Baubetriebe – ob kommunal, gewerblich oder privat – von essenzieller logistischer Bedeutung. Denn regionale Zwischenlager ermöglichten es, „mit vertretbarem logistischen Aufwand und unter Berücksichtigung von umweltspezifischen Aspekten und Wirtschaftlichkeit, den eigentlichen Baufortschritt nicht zu verzögern“.

Beprobung ist teuer und zeitaufwendig

Die gesetzlich geforderte Beprobung und Klassifizierung von abgebrochenen mineralischen Abfällen und von Erdaushub vor dem Inverkehrbringen – also vor Maßnahmen zum Recycling, zur Verwertung oder zur Beseitigung beziehungsweise Deponierung – durch zertifizierte Institute sei nicht nur teuer, sondern auch zeitaufwendig: In der Regel dauere diese Haufwerk-Beprobung zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit dürfe das Material nur auf einem befestigten und Wasser undurchlässigem Untergrund gelagert werden.

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Als eindeutige Vorteile einer zukunftsweisenden Aufbereitung mineralischer Abfälle in Zwischenlagern nennt Prokuristin Herz den Klimaschutz, eine CO2-Einsparung durch kurze Transportwege, Nachhaltigkeit und den Umweltschutz. Denn damit würden wertvolle Ressourcen wieder in den Kreislauf gebracht und die ohnedies sehr begrenzten Volumina von Deponien geschont.

Ein solches Zwischenlager in Feuchtwangen sei für alle betreffenden Akteure in der Region ein Gewinn. Und: „Die städtische Wirtschaftsstruktur profitiert durch zusätzliche Arbeitsplätze im Umweltsektor.“

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