Ansbach hat sich Klimaschutz und faire Beschaffung als Ziele gesetzt. Um dies in der zukünftigen Entwicklung umzusetzen, gibt es zwei neue Expertinnen in der Verwaltung: Aline Löffler und Aline Heidemann sind die Klimaschutzbeauftragte und die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik in der Stadt.
Seit März ist Aline Löffler als Klimaschutzbeauftragte im Amt. Mit ihr soll nun Ruhe auf dem Posten einkehren, nachdem es in der Vergangenheit ein paar Wechsel gegeben hat. Die 27-Jährige studierte Geografie und machte ihren Master an der Universität in Mainz. Ein Schwerpunkt ihres Studiums war das Klima in Städten.
Ihre Aufgabe ist es, bei allen städtischen Projekten auf den Umwelt- und Klimaschutz zu achten und diese Themen ins Bewusstsein zu rücken. Darum liegt ein weiterer Fokus ihrer Tätigkeit auf der Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist nicht dem Umweltamt unterstellt, sondern kann übergeordnet einzelnen Bereichen Weisungen erteilen.
„In Ansbach ist schon viel passiert“, sagte sie. Im Moment setzt sie hauptsächlich bereits bestehende Aktionen um: Das Verteilen von Bio-Brot-Boxen und dem Möhrchenheft an Grundschüler sowie die kleinen Ansbacher Klimaschützer sind Beispiele.
Löffler will aber auch Ansprechpartnerin sein: „Immer wieder fragen mich Leute nach Gebäudesanierungen, Förderungen oder Wärmeplanung. Ich möchte die Menschen da mitnehmen.“
In Zukunft will sie auch eigene Ideen einbringen. Ihr schwebt eine CO2-Challenge vor: „Jeden Tag gilt es, eine andere Aufgabe zu erfüllen. Einmal nur öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ein anderes Mal auf Fleisch verzichten.“ Start könnte in der Fastenzeit sein.
Aline Heidemann soll als Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik die Sinne der Stadtverwaltung für fairen Handel und Nachhaltigkeit schärfen. Die 37-Jährige ist seit Mai im Dienst und hat einen Master-Abschluss in Politikwissenschaften. Die Stelle wird von Engagement Global für zwei Jahre unterstützt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
Zu ihren Schwerpunkten gehört es, die Beschaffungsprozesse der Fair-Trade-Stadt Ansbach zu optimieren. Dafür achtet sie darauf, dass Kriterien für fairen Handel eingehalten werden, kontrolliert Anbieter und Gütesiegel: „Ich prüfe auf Vertrauenswürdigkeit, soziale Standards und Umweltnormen.“
Um die Stadtverwaltung zu sensibilisieren, organisiert sie Vorträge und Referenten. Bei Seminaren spinnt sie das Netzwerk der Stadt.
Auf der „Karte von morgen“, die auf der Homepage der Stadt Ansbach zu finden ist, sind nachhaltige Unternehmen und Initiativen aufgeführt. Hier kann jeder sehen, wo es Fair-Trade-Produkte zu kaufen gibt. Heidemann pflegt die Seite.
Fair Trade, Nachhaltigkeit und Umweltschutz können sich gut ergänzen. Darum wollen Heidemann und Löffler die Zusammenarbeit intensivieren und tüfteln noch aus, wo es Schnittstellen gibt.