Zum Auftakt des Jahres in Scheinfeld: Sport und Kultur im Einklang | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.01.2025 07:00

Zum Auftakt des Jahres in Scheinfeld: Sport und Kultur im Einklang

Die Ehrenpreisträger 2025 von links: Walter Schmitt, Waltraud Lang, Robert Amtmann, Horst Sicher, Werner Bassani, Friedrich Amtmann und Helmut Wagner, umrahmt von der Scheinfelder Holzfee Lene I. (Dritte von links), Bürgermeister Claus Seifert (rechts) und den Laudatoren. Foto Hans-Jochen
Die Ehrenpreisträger 2025 von links: Walter Schmitt, Waltraud Lang, Robert Amtmann, Horst Sicher, Werner Bassani, Friedrich Amtmann und Helmut Wagner, umrahmt von der Scheinfelder Holzfee Lene I. (Dritte von links), Bürgermeister Claus Seifert (rechts) und den Laudatoren. Foto Hans-Jochen
Die Ehrenpreisträger 2025 von links: Walter Schmitt, Waltraud Lang, Robert Amtmann, Horst Sicher, Werner Bassani, Friedrich Amtmann und Helmut Wagner, umrahmt von der Scheinfelder Holzfee Lene I. (Dritte von links), Bürgermeister Claus Seifert (rechts) und den Laudatoren. Foto Hans-Jochen

Das Vereinsleben in der „Alten Kreisstadt“ Scheinfeld ist vielfältig und bunt, abwechslungsreich und mitunter spannend. Das konnten am Samstagabend viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt beim schon traditionellen Kulturauftakt in der Wolfgang-Graf-Halle miterleben.

Drei Hauptthemen bildeten den Rahmen für ein abwechslungsreiches Abendprogramm und alle Darbietungen und Vorstellungen standen im „Spotlight“ des Ehrenamtes.

Den Anfang setzte die Stadtkapelle, die unter dem Dirigat von Sabine Brunner hervorragend intonierte – sicher und dynamisch sowohl böhmische Weisen wie auch moderne Musicals oder Schlagersätze.

Durch den Abend führten – ohne Manuskript locker und flockig – Bürgermeister Claus Seifert zusammen mit der neu in das Amt eingesetzten Holzfee der Stadt, Lene I.

Kinder zeigten ihr Können

Der Scheinfelder Kulturauftakt ist kein Neujahrsempfang im landläufigem Sinne, sondern für die Stadt auch die Gelegenheit, herausragende Persönlichkeiten und deren Engagement zu würdigen. So zeigten beispielsweise die Grund- und Mittelschulkinder, was sie in relativ kurzer Zeit im instrumentellen Musikunterricht schon so alles erarbeitet haben, ab konzertant oder als Percussiongruppe.

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Ein weiteres Genre der Bühnenkunst ist das Theater. Hier haben sich Darsteller der Passionsspielgemeinschaft und des Heimat und Kulturvereins zusammengefunden, um Stücke auf die Bühne zu bringen. Am Samstag zeigten einige Darsteller eine Szene aus dem aktuellem Stück „Vino mortis“, das als Krimi-Dinner die Zuschauer mitnimmt in die finstere Zeit des späten Mittelalters.

Dann ist da noch die sportliche Betätigung junger Menschen. So zeigten die kleinsten Faschingskinder der benachbarten AlZiBib einen flotten und sportlichen „Romeo und Julia-Tanz“ und die TSV-Turnerinnen und Turner begeisterten mit akrobatischem Hochleistungssport.

All dies wäre nicht möglich, so Bürgermeister Seifert, wenn es nicht Menschen gäbe, die sich in den Vereinen einbringen. Deshalb habe man in diesem Jahr seitens der Stadt beschlossen, die beiden großen Sportvereine, den TSV 1860 und die SpVgg Thierberg, mit dem Ehrenamtspreis zu würdigen. Nach dieser Ankündigung übernahmen die Vereinsvorsitzenden die Aufgabe, für insgesamt sieben besonders herausragende Ehrenamtliche die jeweilige Laudatio zu halten.

Für die SpVgg Thierberg, einen Verein, der sich „erst“ 1971 gegründet hatte, erhielt Gründungsvater Friedrich Amtmann für 33 Jahre Mitarbeit in der Vorstandschaft, davon 24 Jahre als Vorsitzender, und seine weitere Verbundenheit zum Verein als Ehrenvorstand den Ehrenpreis – ein Modell des Scheinfelder Torturmes. Die beiden weiteren Türme erhielten Helmut Wagner, seit 1978 aktiv im Verein sowie Werner Bassani, der 1981 zur SpVgg kam und heute noch zuverlässig für den Spiel- und Vereinsbetrieb in Thierberg sorgt.

Verdiente Urgesteine der Sportvereine

Beim TSV 1960 Scheinfeld stellten Klaus Luckert und Berthold Krabbe die Preisträger vor. Vier aus sieben Abteilungen wurden für herausragende Vereinsarbeit gewürdigt. Horst Sichert ist seit 1977 Leiter der Judoabteilung, die inzwischen auf 90 Mitglieder angewachsen ist. Zweiter im Bunde ist Robert Amtmann, ein TSV-Urgestein, der aus der Fußballabteilung kommt und sich nach wie vor um alle abteilungsinternen Dinge kümmert. Auf einer ganz anderen sportlichen Seite unterwegs ist seit nunmehr über 30 Jahren Walter Schmitt. Er hat damals den „Lauftreff“ ins Leben gerufen und seither sieht man Frauen und Männer nahezu täglich durch Land und Flur joggen. Und auch eine seit 1973 aktive Turnerin durfte einen Ehrenpreis in Empfang nehmen: Waltraud Lang hatte 1985 die Übungsleiterinnen-Lizenz erworben und ist seit über 40 Jahren Leiterin von Fitness- und Gymnastikgruppen in der rund 600 Mitglieder zählenden Turnabteilung.

Dass Turnen, Fitness und Gymnastik nicht immer „todernster“ Sport sein muss, demonstrierten zum Abschluss des gelungenen Abends die Frauen der Zumba-Gruppe und sie fanden spontan, gerade im Rückraum der Halle, zahlreiche Mittänzer. Zumba ist reines Bewegungstraining zu beliebiger Musik und kann quasi immer und überall eingesetzt werden, ob bei der Hausarbeit oder einfach nur so zum Spaß. Mehr Spaß macht es natürlich in der Gruppe und so haben sich inzwischen zwei Zumba-Gruppen im TSV gebildet.

So ging ein sportlicher Abend in Scheinfeld nach drei Stunde zu Ende frei nach dem Motto: „Musik ist Sport, Theater spielen ist Sport und Sport ist eben auch Sport“!


Von Hans-Jochen Teufel
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