„Glück kann man nicht kaufen, aber Fleckvieh aus Franken“, stand auf einem großen Banner in der Rezathalle, und davon gab es am Samstag genügend. Der Rinderzuchtverband Franken lud zum Familienmarkt mit Zuchtviehmarkt und großem Rahmenprogramm.
Schnell füllten sich die Ränge der Arena sowie die im Stall aufgebauten Attraktionen. Als Besuchermagnet erwies sich das Bullriding, bei dem man sein reiterisches Geschick auf einem mechanischen Bullen beweisen konnte.
Die 22 lebendigen Zuchtbullen waren friedfertiger als ihr mechanischer Verwandter, aber nicht zum Reiten bestimmt, wie der Verband betont. Am Nasenring und an der Leine wurden die Bullen einer nach dem anderen in den „Ring“, also den Platz in der Mitte der Halle, geführt und den Interessierten präsentiert. Ganz oben auf einer Empore thronte der Auktionator und behielt alle Gebote des Saals im Blick. Im Durchschnitt 3103 Euro wurden für die Tiere bezahlt, die mit ihren Vorzügen und besonderen Merkmalen angepriesen wurden.
Ebenfalls neue Besitzerinnen und Besitzer fanden die 82 Jungkühe, die trotz sinkender Milchpreise ihr gutes Preisniveau hielten. So konnten die Tiere bei einem Tagesgemelk von 32,8 Kilogramm und einem Lebendgewicht von 669 Euro wieder die Vorzüge der fränkischen Markt-Jungkühe unter Beweis stellen und im Mittel einen Versteigerungserlös von 2893 Euro erzielen.
Höhepunkt der Versteigerung war die Elitegruppe, bestehend aus vielversprechenden Jungrindern und Embryonen. Hier konnte ein natürlich hornloses Scotty-Rind das Spitzengebot von 7000 Euro erzielen. Ein erst knapp drei Monate altes Milchwerk-Rind wurde für 4200 Euro versteigert. Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Donnerstag, 12. März, statt.
Der Familienmarkt in der Rezathalle bot aber noch viel mehr als Versteigerungen. Während die Eltern und Großeltern neue Tiere begutachteten, konnten sich vor allem die Kinder beim bunten Rahmenprogramm austoben. Geboten waren Kinderschminken, eine Hüpfburg, eine Fotostation und eine Fußballwand. Auch die Jugendfeuerwehr und der Maschinenring waren mit einem Stand vertreten. So nutzten viele Familien die Gelegenheit für einen Ausflug in die Rezathalle und kamen mit tollen Erinnerungen – und im besten Fall mit neuen Tieren – nach Hause.