Das Jahr 2025 war deutlich zu warm – und zu trocken. Mit einem Temperaturmittel von 9,5 Grad Celsius war es gegenüber den Vergleichswerten von 1991 bis 2020 um 0,7 Grad zu warm, gegenüber dem Zeitraum von 1961 bis 1990 sogar um 1,5 Grad.
Immerhin war es das „kühlste“ Jahr seit 2021 (8,7 Grad), ist aber dennoch das Achtwärmste seit Messbeginn 1879 überhaupt: Nur 2024, 2023, 2022, 2020, 2018, 2015 und 2014 verliefen noch wärmer als 2025. Elf der zwölf wärmsten Jahre in Ansbach seit 1879 traten seit dem Jahr 2007 auf.
Das Temperaturmittel der Jahre 1879 bis 1910 lag einst bei „frischen“ 7,2 Grad. Das junge 21. Jahrhundert bringt es nach 25 Jahren schon auf 9,2 Grad, die vergangenen zehn Jahren sogar im Mittel auf 9,8 Grad. Auf Basis der Klimareihe 1991 bis 2020 waren in Ansbach im vergangenen Jahr immerhin drei Monate marginal zu kühl (Februar, Mai und November), alle anderen Monate waren zu mild. Extrem warm war der Juni (es war der drittwärmste seit Aufzeichnungsbeginn 1879 überhaupt).
Die heißesten Tage des Jahres waren in Ansbach der 1. und 2. Juli mit jeweils 35,7 Grad. Auch am 15. August wurde mit 35,2 Grad nochmals die 35-Grad-Marke geknackt. Am kältesten war es 2025 in Ansbach am 23. November mit minus 12,3 Grad. Es war in Ansbach zugleich die tiefste Novembertemperatur seit 1989.
Die mittlere Tageshöchsttemperatur lag in 2025 in Ansbach bei 15,1 Grad und damit um 1,2 Grad über dem Vergleichswert der Jahre 1991 bis 2020 (13,9 Grad). Zwar ist dies der niedrigste Wert seit 2021 (13,9 Grad) – liegt aber dennoch über der 15-Grad-Marke, die seit 1879 bislang nur 2024, 2023, 2022, 2020, 2019, 2018, 2015, 2014 und 2011 erreicht oder überschritten wurde.
Die mittlere Tagestiefsttemperatur im Jahr 2025 war mit 4,2 Grad so niedrig wie seit 2021 (4,1 Grad) nicht mehr. Der Mittelwert (1991 bis 2020 mit 3,9 Grad) wurde in Ansbach zuletzt im Jahr 2012 (3,5 Grad) unterschritten.
Nach den leicht zu nassen Jahren 2023 und 2024 war das Jahr 2025 wieder von überwiegend trockenen Monaten geprägt. Durchgehend zu trocken war es in Ansbach von März bis Juni, deutlich zu trocken der August wie Oktober. November wie Dezember verliefen erheblich zu trocken. Marginal zu nass waren der Januar und Februar sowie der Juli. Extrem nass hingegen war der September mit einem Überschuss von 100 Litern Regen pro Quadratmeter – und am Ende dafür verantwortlich ist, dass 2025 nicht zum trockensten Jahr seit 2003 (414 Liter) geriet.
In der Summe waren es 637 Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter, der Mittelwert für 1991 bis 2020 liegt bei 665 Litern. Gegenüber dem Vergleichswert 1961 bis 1990 (710 Liter) war es sogar extrem trocken. Am Ende war es Dank des Septembers nur das trockenste Jahr seit 2022 (625 Liter Niederschlag).
Im gesamten Jahr 2025 gab es lediglich 149 Tage mit messbarem Niederschlag. Normal sind 183 (auf Basis 1991 bis 2020) bzw. 174 Tage (auf Basis der Jahre 1961 bis 1990) – und damit so wenige wie seit 2018 (144 Tage) nicht mehr. Nasse Tage (ab einem Liter Niederschlag am Tag) gab es 100 (114 beträgt das Mittel der Jahre 1991 bis 2020, 121 Tage für die Jahre 1961 bis 1990), noch weniger gab es zuletzt 2018 (85).
Tage mit Extremniederschlägen (ab zehn Litern pro Quadratmeter) gab es 2025 wie im Vorjahr 20 – und damit vier mehr, als der Vergleichswert der Jahre 1991 bis 2020 aussagt (von 1961 und 1990 betrug der Mittelwert 18 Tage). Netter Nebeneffekt der vielen trockenen Tage: Die Sonne schien mit rund 2100 Stunden so viel wie selten zuvor in Mittelfranken und liegt nur knapp hinter den Rekordhaltern 2022, 2018 und 2003.
Schnee und Eis waren 2025 in Ansbach erneut absolute „Mangelware“. Nur an 13 Tagen wurde eine geschlossene Schneedecke beobachtet. Vor einem Jahr waren es nur fünf Tage, 2020 nur zwölf. Auf Basis der Jahre 1991 bis 2020 wären 34 Tage mit einer geschlossenen Schneedecke normal gewesen, von 1961 bis 1990 waren im Mittel noch 52 Schneedeckentage üblich.
Die höchste Schneedecke wurde 2025 am 5. Januar mit sechs Zentimetern Höhe gemessen. Zusammen mit den sechs Zentimetern am 15. Januar 2024 war es die drittniedrigste gemessene Schneehöhe in Ansbach überhaupt: Im Jahr 1994 reichte es nur für drei Zentimeter Schneehöhe (am 29. Januar wie am 17. März). Ebenfalls nur drei Zentimeter Schneehöhe „schaffte“ davor nur noch 1989 (am 25. November).
Die Neuschneesumme betrug 2025 gerade mal 17 Zentimeter – seit 1948 fiel nur 2024, 2002, 1994 und 1989 noch weniger Schnee. Der Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020 liegt bei 57 Zentimetern, zwischen 1961 und 1990 betrug der Mittelwert noch 74 Zentimeter.
Heiße Tage mit mindestens 30 Grad gab es 2025 in Ansbach 19 (sieben mehr als das langjährige Mittel 1991 bis 2020, von 1961 bis 1990 betrug der Durchschnitt nur sechs Tage). Von Mai bis September gab es 2025 in Ansbach 59 „Sommertage“ (ab 25 Grad), so wenige wie seit 2021 (41 Tage) nicht mehr. Normal sind (auf Basis der Jahre 1991 bis 2020) 50 Sommertage, zwischen 1961 und 1990 lag der Mittelwert noch bei 35 Tagen. Auch gab es 254 „milde“ Tage (mit mindestens 10 Grad). Seit Aufzeichnungsbeginn 1879 gab 2024 mit 257 Tagen noch mehr davon, 2022 waren es ebenfalls 254.
2025 gab es nur acht Tage mit Dauerfrost (23 ist der Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020, 32 Tage der Mittelwert von 1961 bis 1990). Einstellige Jahressummen der „Eistage“ gab es seit 1879 in Ansbach nur noch 2023, 2022, 2021, 2020, 2019, 2015, 2014, 1974, 1951, 1916, 1910 und 1898.
Immerhin gab es 108 Tage mit Luftfrost in zwei Meter Höhe. Normal sind 105 bzw. 107 Tage, je nach Referenzperiode. Auch gab es nur 149 Tage mit Bodenfrost (üblich sind 136 bzw. 131 Tage, je nach Klimareihe).
Das Jahr 2025 brachte es auf gerade mal zehn Windtage (ab Windstärke sechs, elf Tage sind normal). „Sturmtage“ (ab Windstärke acht) gab es gar nicht (zwei sind üblich). Damit war 2025 in Ansbach das windärmste Jahr seit 2014.
22 Gewittertage im Jahr 2025 entsprechen dem Mittelwert. Dafür gab es Nebel mit Sichtweiten unter 1000 Meter an 39 (statt 28) Tagen – so viel wie seit 2013 (41 Tage) nicht mehr. Die mittlere relative Luftfeuchte lag 2025 bei 81 Prozent (der langjährige Vergleichswert liegt bei 80 Prozent) – und war somit etwas überdurchschnittlich.
Quelle aller Vergleichswerte: DWD und www.wetterstation-ansbach.de