Zu viele Züge von Nürnberg nach Würzburg: Warum die Strecke gerade verstopft ist | FLZ.de

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Veröffentlicht am 23.10.2025 14:42, aktualisiert am 23.10.2025 16:49

Zu viele Züge von Nürnberg nach Würzburg: Warum die Strecke gerade verstopft ist

Zwischen Nürnberg und Würzburg, hier bei Emskirchen, herrscht regelmäßig dichter Zugverkehr. Jetzt ist es auf der Bahnstrecke noch enger geworden. (Archivbild: Johannes Hirschlach)
Zwischen Nürnberg und Würzburg, hier bei Emskirchen, herrscht regelmäßig dichter Zugverkehr. Jetzt ist es auf der Bahnstrecke noch enger geworden. (Archivbild: Johannes Hirschlach)
Zwischen Nürnberg und Würzburg, hier bei Emskirchen, herrscht regelmäßig dichter Zugverkehr. Jetzt ist es auf der Bahnstrecke noch enger geworden. (Archivbild: Johannes Hirschlach)

Wer mit dem Auto pendelt, dürfte Stau gewohnt sein. Bei Fahrten mit dem Zug ist das dagegen ein eher seltenes Phänomen. Nicht so derzeit auf der Strecke Nürnberg–Würzburg: Die ohnehin überlastete Strecke ist dieser Tage regelrecht verstopft. Daran dürfte sich über Wochen nichts ändern.

Besonders intensiv wurde es nun am Mittwochmorgen: Da warnte die Deutsche Bahn in einer Fahrgastinformation schon unmittelbar vor „hohem Zugaufkommen zwischen Neustadt/Aisch und Fürth”. Verspätungen von bis zu 30 Minuten seien zu erwarten, die Triebfahrzeuge seien mit verminderter Geschwindigkeit unterwegs. Wer als Fahrgast aus dem Fenster blickte, dem fielen tatsächlich rollende Züge im Minutentakt auf. Selbst auf den Ausweichgleisen in den Bahnhöfen stauten sich die Güterzüge an. Auch tags zuvor hatte die DB zeitweise mit einer ähnlichen Meldung vor Verspätungen gewarnt.

Am Mittwoch mussten nach den Angaben der Bahn zudem mehrere Weichen zwischen Neustadt/Aisch und Fürth repariert werden. „Der Zugverkehr ist derzeit massiv beeinträchtigt”, meldete die Bahn am Nachmittag. Sie wies zudem auf Einschränkungen bei der Regionalbahn RB 12 mit einer Begrenzung des Verkehrs auf den Abschnitt zwischen Siegelsdorf und Markt Erlbach hin. Fahrgäste mit dem Ziel Siegelsdorf beziehungsweise Markt Erlbach wurden gebeten, die Linien S6 beziehungsweise RE10 zu nutzen.

Die Bahnstrecke Nürnberg-Würzburg ist ohnehin überlastet

Auf der Hauptstrecke drängen sich schon im regulären Fahrplan der Regionalexpress RE10, die Regionalbahn RB12, die S-Bahn, zahlreiche ICEs sowie ein intensiver Güterverkehr. Dabei sind die Züge mit unterschiedlichem Tempo unterwegs, was die Koordination herausfordernd macht. Die Linie gilt als Nadelöhr im deutschen und internationalen Schienenverkehr.

Ein ICE bei Langenfeld: Fahren künftig die Fernzüge zwischen Nürnberg und Würzburg auf einer separaten Schnellfahrstrecke? (Foto: Johannes Hirschlach)
Ein ICE bei Langenfeld: Fahren künftig die Fernzüge zwischen Nürnberg und Würzburg auf einer separaten Schnellfahrstrecke? (Foto: Johannes Hirschlach)

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Weil seit 17. Oktober jetzt aber die Strecke Würzburg–Ansbach–Treuchtlingen abschnittsweise für Wochen komplett gesperrt ist, schwenkt die Bahn den Fern- und Güterverkehr auf die Magistrale über Nürnberg um. „Diese Strecke wird die Hauptlast für die Umleiterzüge tragen”, erklärte kürzlich auch eine Bahnsprecherin auf FLZ-Anfrage. Die momentan gesperrte Strecke fängt im Normalfall die Hauptlast der Nord-Süd-Verkehre zwischen den Nordseehäfen und dem Alpenraum auf und ist entsprechend stark befahren.

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Umgeleitete Züge führen zum Stau auf Schienen

Um Platz für die Umleiter zu machen, hat die DB bereits in einem Ersatzfahrplan zahlreiche S-Bahnen und Regionalzüge bis 13. Dezember gestrichen und ersetzt sie durch Busse. Doch das reicht offensichtlich nicht: Auch die verbliebenen Züge stecken immer wieder im Stau. „Leider lassen sich Verspätungen und Rückstaueffekte nicht immer ausschließen”, berichtet eine Bahnsprecherin zur aktuellen Situation.

Bis zum Fahrplanwechsel müssen Fahrgäste zwischen Nürnberg und Würzburg also auch über den Ersatzfahrplan hinaus mit Behinderungen rechnen – abhängig davon, wie viele weitere Züge noch über die Strecke müssen.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft hat alle Bahnhöfe in Bayern bewertet. Darunter ist auch Markt Erlbach, das kein gutes Ergebnis einfährt. (Archivbild: Johannes Hirschlach)
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Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
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