Wurzelwerk gefährdet in Bad Windsheim alte Bausubstanz | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.11.2024 17:46

Wurzelwerk gefährdet in Bad Windsheim alte Bausubstanz

Zu stark dringen die Wurzeln der alten Linde in den Untergrund des Klosters ein. Sie wird nun gefällt. (Foto: Nina Daebel)
Zu stark dringen die Wurzeln der alten Linde in den Untergrund des Klosters ein. Sie wird nun gefällt. (Foto: Nina Daebel)
Zu stark dringen die Wurzeln der alten Linde in den Untergrund des Klosters ein. Sie wird nun gefällt. (Foto: Nina Daebel)

Die alte Linde an der Nordfassade des Klosters muss weg. Die Wurzeln des Baumes zerstören das Gebäude. Der Bad Windsheimer Stadtrat stimmte der Fällung zu. Zudem sind Hohlräume gefunden worden, die die ursprünglich geplante Stabilisierung unmöglich machen.

Stadtbaumeister Ludwig Knoblach erläuterte, dass die Wurzeln des Baumes in die Gründung dringen und es unausweichlich sei, den Baum zu fällen. Matthias Oberth (SPD) konnte dies dennoch nicht ganz nachvollziehen, zumal der Baum ein stattliches Alter erreicht habe. Gerade in Zeiten des Klimawandels müsse man jede Fällung hinterfragen.

Hinweis auf Bewertung der Fachplaner

Seine Fraktionskollegin Sabine Detsch, die zudem Vorsitzende des Fördervereins Klosterchor ist, sagte dazu, dass auch sie lieber erhalten als fällen würde. „Wir müssen hier aber überlegen, was zielführend ist. Wir stecken fünf Millionen in das Gebäude und die Wurzeln wachsen nun mal in die Gründung. Ich hätte den Baum wirklich sehr gerne bewahrt“, sagte sie. Man müsse der Expertise der Fachplaner vertrauen, die alles „sorgfältig geprüft“ hätten und zu dem Entschluss gekommen seien, dass der Baum nicht stehen bleiben könne.

Süffisant merkte Volker Goller (Liste Land) an, dass man den Fachplanern dann aber „bitte auch bei anderen Bäumen vertrauen“ sollte, die gefällt werden sollen.

„Der Baum hat keine Zukunft“, stimmte Annemarie Bruckert (Grüne) als Umweltreferentin des Stadtrats ebenfalls zu, auch wenn es schade sei um die Linde. Sie habe sich ein Bild vor Ort gemacht und sprach von „ganz klar sichtbaren Schäden“.

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Sechs Meter tiefe Hohlräume

Bezüglich des Klosters informierte Knoblach zudem darüber, dass bei Probebohrungen Hohlräume aufgetreten seien, mit denen man nicht gerechnet habe. Ob dadurch höhere Kosten entstehen, wollte Wolfgang Eckardt (FWG) wissen, doch das konnte Knoblach noch nicht sagen.

Die ursprüngliche Methode, das Gebäude mit Mikropfählen zu stabilisieren, komme nicht mehr infrage, erklärt Detsch im Nachgang der Sitzung auf Nachfrage unserer Redaktion, aber eine ähnliche Methodik sei noch möglich. Detsch sprach von rund sechs Meter tiefen Hohlräumen, die gefunden wurden.


Katrin Merklein
Katrin Merklein
Redakteurin
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