In seinem Vorlauf bekommt es der Colmberger Florian Bremm bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio mit mehreren Titelanwärtern über die 5000-Meter-Distanz zu tun.
Die Startliste umfasst insgesamt 43 Läufer. Anders als zunächst von Bremm erwartet, finden am Freitag, 19. September, ab etwa 13 Uhr (MESZ) nur zwei statt drei Vorläufen statt, aus denen sich jeweils die acht Bestplatzierten für das Finale am Sonntag qualifizieren.
Unter den 21 Namen auf der Startliste für den ersten Vorlauf finden sich 13 mit einer persönlichen Bestzeit von unter 13 Minuten und darunter wiederum sind fünf, die die fünf Kilometer schon schneller als 12:50 Minuten gerannt sind. Die Bestzeit von Bremm steht bei 13:09 Minuten.
Der Schwede Andreas Almgren, der bereits Bronze über die 10000 Meter in Tokio geholt hat und mit 12:44 Minuten den Europarekord hält, gilt als sicherer Anwärter aufs Finale. Ebenfalls vorne erwartet werden die Äthiopier Hagos Gebrhiwet (Olympia-Dritter) und der junge Weltranglisten-Vierte Kuma Girma.
Die Trainingsbedingungen sind in Tokio für Florian Bremm nicht so angenehm wie im Precamp in Miyazaki. Allein die Fahrt zum Warm-up-Stadion dauert 45 Minuten. Alternativen sind das Laufband oder die Gegend um das Teamhotel Shinagawa Prince.
Sollte es Bremm ins Finale schaffen, wäre das der größte Erfolg seiner Karriere. Der 25-Jährige nahm bereits mehrfach an Europameisterschaften teil, jedoch noch nie an einer WM.
Er geht davon aus, dass der Vorlauf eher langsam und von Taktik geprägt sein wird. „Es muss sich niemand Sorgen machen, wenn ich nach 1000 Metern Letzter bin”, sagt Bremm. Spätestens in der letzten der zwölfeinhalb Runden soll das anders aussehen.
Auf Unterstützung durch den zweiten deutscher Starter kann der mehrfache deutsche Meister nicht zählen. Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) wurde im zweiten Vorlauf eingeteilt.