Seit zwölf Jahren ist Walter Kollmar Bürgermeister von Wieseth. Beim Votum am 8. März tritt der 58-Jährige erneut an. Einen Gegenkandidaten hat er nicht. Gewählt wird zudem der zwölfköpfige Gemeinderat. Um Sitze bewerben sich 24 Personen auf zwei Listen.
2014 wurde Walter Kollmar erstmals zum ehrenamtlichen Rathauschef von Wieseth gewählt. Mit 55 Prozent setzte er sich seinerzeit gegen zwei Mitbewerber durch und wurde Nachfolger von Ernst Kötzel. 2020 war er dann alleiniger Bewerber um das Bürgermeisteramt und konnte seine Arbeit auf der Basis eines Wahlergebnisses von 91,15 Prozent der gültigen Stimmen fortsetzen.
Der 58-Jährige, der im Ortsteil Untermosbach wohnt und Versicherungsfachmann von Beruf ist, war wie schon 2014 und 2020 von der Bürgerliste als Kandidat nominiert worden. Ziel müsse sein, dass die Gemeinde finanziell solide dastehe, um Maßnahmen anpacken und umsetzen zu können, betont er. Unter anderem nannte er die Sanierung von Kanal- und Wasserleitungen, was für ihn auch eine der größten Herausforderungen in den nächsten sechs Jahren ist.
Einen Handlungs- und Gestaltungsschwerpunkt möchte Kollmar auf die Wärmeplanung legen. Dazu gehört die geplante Hackschnitzelheizung für die Schule und das Rathaus, deren Realisierung er nach seiner Wahl genauso anpacken will wie die Straßensanierung im Ortsteil Forndorf.
Während bei der Gemeinderatswahl 2020 mit der Bürgerliste, der Fortschrittlich Unabhängigen Wählergemeinschaft (FUWG) und der CSU noch drei Gruppierungen auf dem Stimmzettel standen, sind es dieses Mal nur zwei. Denn die FUWG und die CSU gehen mit einer gemeinsamen Liste an den Start. Ausschlaggebend dafür war die zunehmend schwierige Gewinnung von Kandidierenden, wie es hieß. Außerdem hatten mehrere amtierende Ratsmitglieder beider Gruppierungen im Vorfeld angekündigt, nicht erneut zu kandidieren.
Die FUWG hat in der noch laufenden Amtsperiode vier Sitze im Gemeinderat. Von den amtierenden Räten treten Erwin Wälzlein und Mario Weigl nicht mehr an. Die CSU ist aktuell mit zwei Sitzen im Kommunalparlament vertreten. Bernd Pollozek tritt nicht mehr an. Unter den zwölf Kandidierenden auf der gemeinsamen Liste von FUWG und CSU für das Votum am 8. März ist eine Frau.
Die Bürgerliste stellt derzeit sechs Ratsmitglieder. Stefan Hartnagel und Dr. Jan Wilmes treten nicht mehr an. Unter den zwölf Personen auf dem Wahlvorschlag sind zwei Frauen.