Wiesenbrüter sind zurück im Altmühltal: Diese Arten sind vom Aussterben bedroht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.04.2025 09:00

Wiesenbrüter sind zurück im Altmühltal: Diese Arten sind vom Aussterben bedroht

Der Kiebitz ist aus seinem Winterquartier zurückgekehrt. (Foto: Dirk Ullmann)
Der Kiebitz ist aus seinem Winterquartier zurückgekehrt. (Foto: Dirk Ullmann)
Der Kiebitz ist aus seinem Winterquartier zurückgekehrt. (Foto: Dirk Ullmann)

Brachvögel, Kiebitze und Uferschnepfen sind wieder aus dem Winterquartier zurückgekehrt zu ihren Brutgebieten ins Altmühltal. Die Brutzeit hat begonnen. Das schreibt das Landratsamt Ansbach in einer Pressemitteilung.

Es sei etwas Besonderes, wenn Kiebitze mit ihren wendigen Flugmanövern und den von Weitem hörbaren „kiwit-kiwit“-Rufen zur Balz durch die Lüfte fliegen, weshalb der Kiebitz auch gerne als „Gaukler der Lüfte“ bezeichnet wird, heißt es.

Aber das sei keine Selbstverständlichkeit. Kiebitze, die ehemals sehr häufig waren, sind extrem dezimiert. Das Naturschutzprojekt „chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ und die Gebietsbetreuung des Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Bayern bitten deshalb die Bevölkerung mitzuhelfen, dass „dieses Schauspiel auch in Zukunft noch bewundert werden kann“. Wiesenbrüter sind extrem gefährdet. Sieben der insgesamt neun Wiesenbrüterarten, die alle im Altmühltal noch vorkommen, seien in Bayern vom Aussterben bedroht. Brachvögel, Uferschnepfen, Kiebitz und andere haben auch im Altmühltal trotz vieler Schutzbemühungen dramatisch abgenommen. Sie brauchen besonderen Schutz.

Wiesenbrüter reagieren in Brutzeit empfindlich

Deshalb sind in den kommenden Wochen wieder verstärkt Wiesenbrüterberater, Gebietsbetreuer und andere unterwegs, um Nester ausfindig zu machen und Gelegeschutzzäune aufzustellen. Besonders in der Brutzeit, von März bis Juli, reagieren Wiesenbrüter empfindlich auf Menschen, laute Geräusche und freilaufende Hunde.

Störungen führen dazu, dass Altvögel auffliegen. Gelege und Küken sind in dieser Zeit ungeschützt und können natürlichen Feinden zum Opfer fallen, teilt das Landratsamt mit. Halten Störungen an, bestehe die Gefahr der Auskühlung der Gelege und Aufgabe der Bruten.

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Jan Heikens und Christoph Beckenbauer, Gebietsbetreuer des Landesbund für Vogelschutz, und Projektleiter Dietmar Herold appellieren an Spaziergänger, Hundehalter, Fahrradfahrer, Angler und andere Erholungssuchende: „Meiden Sie nach Möglichkeit die unmittelbaren Brutgebiete zwischen März und Juli. Wenn vor Ihnen ein Kiebitz oder Brachvogel auffliegt, kehren Sie bitte um und genießen mit gebührendem Abstand das laute ,Flöten‘ der Brachvögel und die gekonnten Flugmanöver der Kiebitze. Beachten Sie die Schilder, bleiben Sie auf den Wegen, verhalten Sie sich ruhig und nehmen Sie Hunde bitte an die Leine! So können auch Sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser seltenen Vögel leisten.“


Anna Beigel
Anna Beigel
Redakteurin in Ansbach
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