Im Herbst hat Dr. Susanne Schulz, frühere Intendantin am Theater Ansbach, ihren Debütroman „Der unheilige Mond” bei einer Lesung in der staatlichen Bibliothek vorgestellt. Jetzt hat sie den Franken-Krimi mit historischen und politischen Bezügen auf der Leipziger Buchmesse präsentiert.
Sie gab auf einer Bühne ein halbstündiges öffentliches Interview, geführt von einem Vertreter des Verlages, in dem das Buch erschienen ist. „Das Interesse des Publikums war groß”, erzählt die Theaterwissenschaftlerin, die nach wie vor in Ansbach lebt. „Die Leute waren sehr aufmerksam. Im Anschluss hatte ich dann noch die Gelegenheit, Bücher zu signieren.”
Schon immer habe sie einen Roman schreiben wollen, denkt Dr. Schulz zurück. Wegen ihres fordernden Berufs sei aber nie genug Zeit dafür gewesen. „Doch dann kam Corona, und ich habe angefangen. Ein Ort in Franken, der See und der Park dort – diese Landschaft hat mich inspiriert.”
Aus einer ersten vagen Idee entwickelte sich nach und nach die Geschichte: Im brennend heißen Sommer des Jahres 1969, die Welt staunt gerade über die Mondlandung, verschwindet ein Mädchen in einer scheinbar heilen fränkischen Kleinstadt. Ein Junge streift über die Felder und stößt auf Spuren, die in die Zeit des Nationalsozialismus zurückreichen – Geschichten, über die man nicht spricht.
Nach dem Abstecher nach Leipzig stehen nun weitere Lesungen an, unter anderem in Naumburg und erneut in Franken. Etwa die Hälfte des Folgeromans ist auch schon geschrieben. „Es wird eine Spionagegeschichte”, verrät Susanne Schulz. „Einige Figuren aus meinem ersten Buch tauchen wieder auf, neue kommen dazu – und es ist diesmal Winter und unerträglich kalt.”