Wie barrierefrei wird die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.11.2025 16:30

Wie barrierefrei wird die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim?

Die Planungen laufen, damit auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer die Landesgartenschau in Bad Windsheim ungehindert besuchen können. (Archivbild: Nina Daebel)
Die Planungen laufen, damit auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer die Landesgartenschau in Bad Windsheim ungehindert besuchen können. (Archivbild: Nina Daebel)
Die Planungen laufen, damit auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer die Landesgartenschau in Bad Windsheim ungehindert besuchen können. (Archivbild: Nina Daebel)

Wie barrierefrei wird die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim? Auf Anregung des Bad Windsheimer Rolli-Stammtischs hat die FLZ beim Veranstalter nachgefragt.

„Barrierefreiheit ist für uns seit Beginn der Planungen ein zentrales Thema und zudem eine wichtige Fördervoraussetzung”, schreibt Antonetta Schwesinger-Volkmar aus der PR-Abteilung der Landesgartenschau der FLZ. Schon frühzeitig habe man die Behindertenbeauftragten der Stadt und des Landkreises an der Planung beteiligt. „Eine positive Stellungnahme der Behindertenbeauftragten ist Fördervoraussetzung”, heißt es in der Mitteilung.

Der Bad Windsheimer Rolli-Stammtisch hatte sich mit einem Brief mit zentralen Anregungen an Bürgermeister Jürgen Heckel, die Stadtverwaltung und die Landesgartenschau gewandt. Darin bittet Stammtisch-Sprecher Dr. Benno Bulitta um einen Rundweg mit festem Untergrund, einen digital verfügbaren Lageplan sowie eine Bepflanzung mit Hecken und Sträuchern ohne Dornen. Für die beiden geplanten Aussichtspunkte wünscht sich der Stammtisch, dass diese entweder befahrbar sind, sofern das die Steigung zulässt, oder „man im Erdgeschoss die Aussicht über Webcams genießen kann”, schreibt Bulitta.

Viele Anregungen bereits berücksichtigt

In ihrer Antwort an die FLZ betont Schwesinger-Volkmar, dass viele der vom Rolli-Stammtisch eingebrachten Anregungen bereits in der aktuellen Planung berücksichtigt seien. So sei unter anderem ein barrierefreier Rundweg mit gepflastertem Belag durch den Kurpark fester Bestandteil der Daueranlagen. Ergänzend dazu werden weitere Wege mit losem Untergrund gestaltet, die zumindest eingeschränkt befahrbar seien.

Einer der geplanten Aussichtspunkte soll „über eine gepflasterte Rampe mit Geländer zugänglich gemacht” werden, schreibt die Pressesprecherin. Ein Geländeplan zur Barrierefreiheit, kündigt sie an, werde zum Herunterladen online verfügbar sein.

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Audioguides und tastbare Pläne für Sehbehinderte

Darüber hinaus verspricht Schwesinger-Volkmar umfassende Maßnahmen für sehbehinderte Menschen: „Die Querungen der Erkenbrechtallee sowie der Vorplatz des Kur- und Kongress-Centers werden mit taktilen Bodenindikatoren ausgestattet.” Dabei handelt es sich um spezielle Markierungen mit Noppen und Rippen, wie sie etwa in Bahnhöfen oft auf dem Boden zu finden sind. Zusätzlich können an den Kassen Audioguides und tastbare Pläne ausgeliehen werden. Dieser Service habe sich bei früheren Gartenschauen bereits bewährt.

„Wir stehen zudem in regelmäßigem Austausch mit der Bevölkerung – unter anderem über Bürgerworkshops, Informationsveranstaltungen und monatliche Führungen”, heißt es in der Mitteilung weiter. Letztere starten jeden ersten Samstag im Monat ab 10.30 Uhr am Eingang des Kur- und Kongress-Centers. Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern seien ein „wertvoller Bestandteil des Planungsprozesses”, so Schwesinger-Volkmar.

Über die Rückmeldung der Landesgartenschau zeigte sich Bulitta „sehr glücklich”. Er werde die Informationen auf dem nächsten Rolli-Stammtisch weitergeben. „Schön, dass wir ein lebendiges Bad Windsheim haben”, lautete sein Fazit.


Constantin Prosch
Constantin Prosch
Volontär
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