Wichtige Fördermittel für Naturschutz und Landwirtschaft | FLZ.de

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Wichtige Fördermittel für Naturschutz und Landwirtschaft

Thomas Härpfer (v.l.), Ulrike Grötsch, Thomas Vogel, Hans Henninger, Reinhold Meyer, Christine Reitelshöfer, Andreas Schalk, Andreas Schurz, Martin Stümpfig und Stefanie Schwarz sind überzeugt vom Vertragsnaturschutzprogramm. (Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein)
Thomas Härpfer (v.l.), Ulrike Grötsch, Thomas Vogel, Hans Henninger, Reinhold Meyer, Christine Reitelshöfer, Andreas Schalk, Andreas Schurz, Martin Stümpfig und Stefanie Schwarz sind überzeugt vom Vertragsnaturschutzprogramm. (Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein)
Thomas Härpfer (v.l.), Ulrike Grötsch, Thomas Vogel, Hans Henninger, Reinhold Meyer, Christine Reitelshöfer, Andreas Schalk, Andreas Schurz, Martin Stümpfig und Stefanie Schwarz sind überzeugt vom Vertragsnaturschutzprogramm. (Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein)

Die Fördermittel des Vertragsnaturschutzprogramms (VNP) wurden gekürzt. Speziell im Landkreis Ansbach wird es intensiv genutzt. Deshalb versucht das Landratsamt in München gegenzusteuern.

In den ersten sechs Wochen des Jahres gehen Landwirtinnen und Landwirte reihenweise im Ansbacher Landratsamt ein und aus: Sie kommen zur Unteren Naturschutzbehörde (UNB), um über ihren Förderantrag für das Vertragsnaturschutzprogramm zu sprechen, erklärt die Behörde in einer Pressemitteilung.

Nur Positives ist zu hören

„Das ist ein sehr gutes Miteinander auf Augenhöhe und eine sehr gute Beratung“, findet Thomas Härpfer. Er ist Landwirt in Brunst und dritter Bürgermeister in Leutershausen. Das Heu von seinen schonend bewirtschafteten Wiesen verwendet unter anderem Schweinehalter Thomas Vogel aus Altengreuth (Schillingsfürst) als Futter.

„Die persönliche Beratung und auch Wertschätzung sind die zentralen Elemente des Vertragsnaturschutzprogramms“, erklärt Ulrike Grötsch von der Regierung von Mittelfranken. Die dort angesiedelte Höhere Naturschutzbehörde hat die Aufsicht über die UNB der Landratsämter.

4,2 Millionen Euro fließen jährlich hier her

Das gute Miteinander zwischen Landwirten und Behörde schlägt sich auch in Zahlen nieder. Der Landkreis Ansbach gehört nach der Alpenregion und der Rhön zu den Gebieten mit der größten Beteiligung. 4,2 Millionen Euro fließen jährlich hierher. Landwirte und Landratsamt einigen sich auf Maßnahmen, die der Natur dienen und die Existenzgrundlage der Betriebe bewahren.

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Finanziert wird das VNP aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln. Beim nationalen Förderinstrument „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ gab es zuletzt jedoch Kürzungen.

Das VNP muss „mit Geld unterfüttert werden”

Stefanie Schwarz, Leiterin der UNB am Landratsamt Ansbach, und der stellvertretende Landrat Hans Henninger betonen die Bedeutung des Programms zur Umsetzung der Naturschutzziele. Sie wissen, „dass das VNP mit Geld unterfüttert werden muss“. Bei einem Gespräch mit Landwirtschaftsvertretern sowie den Landtagsabgeordneten Andreas Schalk (CSU) und Martin Stümpfig (Grüne) haben sie darauf hingewiesen, heißt es in der Mitteilung.

Einer der Landwirte, die im Vertragsnaturschutz unterwegs sind, ist Andreas Schurz aus Neureuth (Schillingsfürst). Er mäht als Dienstleister Wiesen mit dem Messerbalken. Das kostet etwas mehr, ist aber naturverträglicher. „Was beim Mähen an Vielfalt auffliegt, ist faszinierend“, erzählt Schurz. Weil herkömmliche Mähmaschinen das Mähgut regelrecht zerschlagen, haben gerade Insekten sehr geringe Überlebenschancen.

„Es setzt auf Freiwilligkeit”

BBV-Kreisobmann Reinhold Meyer und Kreisbäuerin Christine Reitelshöfer stehen ebenfalls hinter dem Programm. „Es spiegelt die Vielseitigkeit der Landwirtschaft wider und setzt auf Freiwilligkeit. Das ist für uns das A und O“, so die Berufsvertreter.

Auch die Landtagsabgeordneten nahmen positive Eindrücke nach München mit: „Das Eingehen auf die individuellen Belange der Landwirte lohnt den Aufwand“, meinte Andreas Schalk. Dennoch schränkte er angesichts der öffentlichen Haushaltslage ein: „Gigantische Zuwächse wird es nicht geben können.“ Martin Stümpfig appellierte, die Mittel nicht noch weiter zu kürzen, wenn doch der Bedarf steige.


Von Cheyenne Buchmann
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