„Sei klug, fahr Zug“ lautete das Motto der ersten Aktion der „Verbindung zwischen Freunden“ in diesem Jahr. Die Gruppe setzt sich für die Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Gunzenhausen und Nördlingen ein, mit einem Haltepunkt in Wassertrüdingen.
Anlässlich von drei Veranstaltungen entlang der südlichen Reaktivierungsstrecke am vergangenen Sonntag – in Wassertrüdingen fand der Kunsthandwerkermarkt, in Oettingen der Maimarkt-Blaulichttag und in Nördlingen das Stabenfest statt – wurde von der Initiative an den Bahnhöfen in allen drei Orten für die Wiederaufnahme des Schienenpersonennahverkehrs geworben.
Am Bahnhof in Nördlingen trafen sich beispielsweise Bürgermeister David Wittner, Thomas Heydecker und Stefan Ultsch mit der Initiative um deren Sprecher Peter Banczyk. Hier fand, wie auch in Oettingen und Wassertrüdingen, eine Unterschriftenaktion für die Reaktivierung statt. In Wassertrüdingen unterzeichneten, laut Banczyk, an einem Stand auf dem Kunsthandwerkermarkt 200 Unterstützer die Unterschriftenliste.
Unter den Fahrgästen war auch Tilman Gänsler. Der Diplom-Ingenieur ist beim Verkehrsverbund Großraum Nürnberg für die Verkehrsplanung zuständig und hat, so erläuterte er am Bahnsteig in Wassertrüdingen, die Fahrgastzahlen für die Reaktivierung des südlichen Streckenabschnitts ermittelt. Auf „ganz knapp über 1000“ sind diese nach Gänslers Ausführung angestiegen.
Während der Landesgartenschau 2019 in Wassertrüdingen habe sich die Akzeptanz der Bahn gezeigt, verwies Gänsler. Aus der südlichen Richtung kamen laut BayernBahn während der Gartenschau insgesamt etwa 2500 Menschen mit dem Zug nach Wassertrüdingen, aus Richtung Nürnberg wird das gleiche Fahrgastaufkommen geschätzt.
Bürgermeister Stefan Ultsch gab am Rande des Aktionstages bekannt, dass für den 27. Juni ein Gespräch der drei Bürgermeister mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann terminiert sei.