Bayerns Spargelbauern sind bereit zur Ernte - jedoch hat die Saison aufgrund kühler Temperaturen und zu wenig Sonne in weiten Teilen der bayerischen Spargelregionen noch nicht begonnen. Bis Mitte April soll es mit dem weißen Stangengemüse aber überall nach und nach losgehen.
Im oberbayerischen Raum Schrobenhausen seien bereits Ende vergangener Woche die ersten Stangen gestochen worden, sagte Peter Strobl, Geschäftsführer des Spargelerzeugerverbands Südbayern. Möglich sei das vor allem auf Feldern in Südhanglagen gewesen. Die Mengen seien insgesamt jedoch noch gering gewesen. Die offizielle Saisoneröffnung ist für Donnerstag, 3. April, auf dem Viktualienmarkt in München geplant.
Auch die Spargelbauern in Niederbayern und Franken warten auf Frühlingswetter. „Die Sonne fehlt noch und mit ihr die Wärme im Boden“, sagte Miriam Adel, Vorsitzende des Spargel-Erzeugerverbandes Franken. Offiziell soll in Unterfranken am Freitag, 11. April, angestochen werden, und zwar auf einem Hof in Rauhenebrach (Landkreis Hassberge).
Auch rund um Abensberg in Niederbayern fehlte zuletzt noch ausreichend Sonnenschein, wie eine Sprecherin der Erzeugergemeinschaft Abensberger Qualitätsspargel in Volkenschwand (Landkreis Kelheim) mitteilte. Deswegen habe noch nicht angestochen werden können. Offiziell soll die Saison dort am Samstag, 12. April, beginnen.
Das größte bayerische Anbaugebiet liegt laut Landwirtschaftsministerium in Oberbayern und Schwaben, vor allem rund um Schrobenhausen. Dort wächst etwa die Hälfte des bayerischen Spargels. Dahinter folgen der Gäuboden mit dem Bereich Abensberg und dem Landkreis Straubing-Bogen. In Franken wird vor allem im Maingebiet rund um Volkach, Kitzingen und Münsterschwarzach sowie im Dreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen Spargel gepflanzt.
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