Wechselhaftes Wetter: So kommen Autofahrer sicher an | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.04.2026 07:02

Wechselhaftes Wetter: So kommen Autofahrer sicher an

Plötzlicher Wetterumschwung mit Starkregen? Bei Aquaplaning sollte das Auto nicht abrupt gelenkt, gebremst oder beschleunigt werden. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn)
Plötzlicher Wetterumschwung mit Starkregen? Bei Aquaplaning sollte das Auto nicht abrupt gelenkt, gebremst oder beschleunigt werden. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn)
Plötzlicher Wetterumschwung mit Starkregen? Bei Aquaplaning sollte das Auto nicht abrupt gelenkt, gebremst oder beschleunigt werden. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn)

Nebel am Morgen, dann Sonnenschein - und plötzlich heftiger Niederschlag: Schnell wechselndes Wetter ist im Frühjahr keine Seltenheit. Für Autofahrer eine Herausforderung. Die Profis von Auto Club Europa (ACE) geben Tipps für eine sichere Fahrt. 

Einen Teil der Strecke legen Autofahrer womöglich auf trockener Fahrbahn zurück, das nächste Teilstück ist dann regennass, das kann die Sicht und den Bremsweg beeinflussen. Wenn es nass ist, braucht man zum Anhalten deutlich länger. 

Vor allem dann, wenn sich auf der Fahrbahn ein rutschiger Schmierfilm aus Pollen- und Blütenresten bildet. Der Rat: Tempo runter, Abstand halten.

Auf nasser Fahrbahn droht außerdem Aquaplaning. Je nach Zustand der Reifen und Höhe des Wasserfilms kann das Driften schon ab 50 km/h auftreten. Also auch hier: Fuß vom Gas. Außerdem keine plötzlichen Lenkbewegungen oder abruptes Bremsen. 

Nicht nur auf automatische Systeme verlassen

Nebel, Schauer aller Art aber auch die tiefstehende Sonne können für schlechte Sicht sorgen. Also: Frühzeitig die Beleuchtung einschalten, um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Und das mit der Hand am Schalter, denn die Lichtautomatik reagiert laut ACE je nach Witterungsbedingung nicht immer zuverlässig, etwa bei Nebel. 

Stichwort Nebel: Bei einer Sichtweite unter 50 Meter muss die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden und das Tempo auf 50 Kilometer pro Stunde gedrosselt werden. 

Nicht vergessen: Werden die Sichtverhältnisse wieder besser, müssen Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte sofort wieder ausgeschaltet werden. 

Putzen und Checks nicht vergessen

Eine saubere Windschutzscheibe vermeidet allzu starke Sichtbehinderung durch die tiefstehende Sonne am Morgen und am Abend. Und schenken Sie den Scheibenwischern etwas Aufmerksamkeit: Schmutzige und abgenutzte Wischblätter sorgen für Schlieren und schlechten Durchblick.

Und zu guter Letzt: Auch wenn die meisten den Sommer schon sehnlichst erwarten, kann es hier und da durchaus noch mal winterlich werden, zum Beispiel früh am Morgen oder in höheren Lagen. Wer frei nach O bis O schon auf Sommereifen fährt, sollte das bedenken und das Auto gegebenenfalls sogar stehen lassen. Der Grund: Die Gummimischung verhärtet laut ACE bei niedrigen Temperaturen. Das kann zu schlechterem Bremsverhalten und unerwartetem Fahrverhalten führen. 

Auf der sicheren Seite ist, wer seine Reifen erst dann wechseln lässt, wenn die Temperaturen stabil über sieben Grad liegen, so der ACE. Außerdem wichtig: regelmäßig Reifendruck und Profildichte checken. 

Der Gesetzgeber gibt demnach eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Der ACE empfiehlt allerdings mindestens drei Millimeter bei Sommerreifen, vier bei Winter- und Ganzjahresreifen.

© dpa-infocom, dpa:260427-930-997414/1


Von dpa
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