Unter 49 bekannten Persönlichkeiten wurde Susanne Schwab aus Weihenzell-Haasgang für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Unternehmerfrauen im Handwerk von Landtagspräsidentin Ilse Aigner in München mit der Bayerischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet.
Im schicken Dirndl und in Begleitung ihres Mannes, den beiden erwachsenen Kindern und deren Partner reihte sich die Betriebswirtin als Unternehmerfrau eines inhabergeführten Familienbetriebs Tiefbau im Maximilianeum in die Gesellschaft mit illustren Gästen ein.
„Es war eine sehr bewegende Zeremonie”, schwärmte Susanne Schwab von dem Festakt mit nahbaren Promis, die sich bereitwillig für Selfies fotografieren ließen.
Unter den ausgezeichneten Persönlichkeiten befanden sich die Schauspieler Heiner Lauterbach und Maria Furtwängler-Burda, der Kabarettist Django Asyl oder Sportler wie Para-Olympiasieger Josia Topf, die Fußballerin Giulia Gwinn, die Triathletin Anne Haug, aber auch die Zeitzeugin Eva-Maria Umlauf sowie Bürgerinnen und Bürger, die für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Kommunalpolitik, in der Kultur, in der Sozialarbeit, im Handwerk, bei BRK oder THW.
Die traditionelle Ordensverleihung seit nunmehr 60 Jahren in der Woche des Verfassungstags des Freistaats ist eine öffentliche Anerkennung für Personen, die sich „herausragend für das Gemeinwohl engagieren und die Werte der Bayerischen Verfassung mit Leben füllen”.
Von Kultur und Sport über das soziale Engagement bis hin zur Forschung und Kommunalpolitik „stehen die ausgewählten Persönlichkeiten für das Beste, was unser Land ausmacht”, sagte die Landtagspräsidentin und hob die Kreativität, den Mut, die Verantwortung und den Glauben an die Werte der Verfassung hervor. „Diese Eigenschaften braucht die Demokratie mehr denn je”, so Ilse Aigner.
Susanne Schwab war aus den Reihen der Unternehmerfrauen für die Ordensverleihung vorgeschlagen worden. „Ich hätte nie gedacht, da jemals dranzukommen, denn es gibt tausend andere”, sagt sie. „Allmächd” habe sie gedacht, als die schriftliche Einladung kam. Seit vielen Jahren engagiert sich die gebürtige Götteldorferin im Netzwerk der Unternehmerfrauen für das Handwerk und gehört dem Arbeitskreis in Ansbach an, der regelmäßig Veranstaltungen und Vorträge organisiert.
Sie steht an der Spitze eines siebenköpfigen Vorstandsteams mit Unternehmerfrauen aus Petersaurach, Bechhofen, Dentlein, Kleinried und Rothenburg. Im bayerischen Landesverband vertritt Susanne Schwab die Interessen der Frauen im Handwerk als stellvertretende Vorsitzende. Immer mehr ist sie in ihre Rollen im Beruf und Familienleben hineingewachsen.
Ihr Mann und ihr Schwager hatten sich 1994 selbstständig gemacht und das Unternehmen Schwab Tiefbau gegründet. Die beiden Brüder stammen aus dem Ortsteil Haasgang von Weihenzell und arbeiteten vor ihrem Sprung ins Unternehmertum in einer großen Baufirma in Dietenhofen.
Der Familienverband ist die treibende Kraft im täglichen Geschäft. Inzwischen arbeiten die beiden Söhne der Brüder im Betrieb mit. Das Miteinander der Generationen wird aktiv gelebt in einem Mehrgenerationenhaus, in dem auch das Büro integriert ist. Die Zahl der Beschäftigten ist inzwischen auf 15 angewachsen, darunter acht Facharbeiter und junge Nachwuchskräfte.
Neben baulichen Maßnahmen für die Erschließung von Grundstücken, den Bau von Entwässerungsleitungen, neue Verkehrswege oder die Anbindung an Energie- und Kommunikationsnetze, führt der Betrieb auch Grünflächenpflege durch oder gestaltet Außenbereiche, wie aktuell an der neuen Rettungsleitstelle in Ansbach.
Die beiden Juniorchefs teilen sich die Aufgaben als Straßenbaumeister und Landschaftsgärtnermeister. Susanne Schwab packt dort an, wo sie gebraucht wird und hat sich in den Anfangsjahren des Betriebsaufbaus nicht gescheut, einen 7,5-Tonner zu fahren.
Handwerk ist für sie „auch Frauensache”, mit Themen wie Mitarbeiterführung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit und Arbeitsqualität.