Wandern, die schöne Natur genießen, jede Menge Interessantes über Pflanzen, Wasserbewohner und Hochwasserkonzepte erfahren und dazu die Möglichkeit auf ein erfrischendes Bad: All dies bietet der Rundwanderweg um den Obernzenner See. Er ist rund zwei Kilometer lang und eignet sich bestens für alle Generationen.
Es empfiehlt sich, vor dem Start die Lausch-Tour-App kostenlos auf sein Handy zu laden. Dann kann man, gegen den Uhrzeigersinn am Seeufer startend, die acht Stationen nicht nur visuell, sondern auch akustisch genießen. Eine Naturpark-Rangerin erläutert dabei spannende Naturparkphänomene. Da gibt es etwa einiges über Karpfen zu erfahren, die auch im Obernzenner See leben. Wer hätte etwa gewusst, dass jedes Jahr 3000 Tonnen von ihnen in Mittelfranken von den Fischereibetrieben ausgeliefert werden? Das entspricht 500 ausgewachsenen Elefanten.
Datenstand: 2024
Wer kennt Bäume, die regelmäßig zum Friseur müssen? Auf diese stößt man einige Meter später. Es handelt sich um Kopfweiden. Damit sie in Form bleiben, werden sie alle paar Jahre gestutzt. Im kleinen Häuschen dahinter wird der Wasserstand des Gewässers reguliert. Der Deich macht deutlich, weshalb der See 1981 angelegt worden war – er dient dem Hochwasserschutz. Vorbei an Streuobstwiesen und einem Insektenhotel sticht rechts der hangaufwärts liegende jüdische Friedhof ins Auge.
Zu erfahren ist im Rahmen der Lausch-Tour, dass viele der dort Beigesetzten bis Ende des 19. Jahrhunderts in der Gegend lebten. Die Grabsteine sind nach Osten in Richtung Jerusalem ausgerichtet. Bevor es weitergeht, lädt eine Sitzgruppe zur Rast ein.
Wenig später dürfte es nicht nur Kinder begeistern, dass es neben Bäumen, die eines Figaros bedürfen, auch Exemplare gibt, die schnorcheln können – kein Scherz. Auf der Brücke stehend, sind die Bäume linker und rechter Hand des Baches zu sehen. Den Erlen macht es nichts aus, dauerhaft im Nass zu stehen.
Wasser lieben auch die Bewohner des daneben liegenden Tümpels. Die Frösche sind nicht zu überhören – geben sie doch ein lautstarkes Konzert. Wenn man Glück hat, kann man die kleinen Musiker sogar sehen. An der letzten Station der spannenden Tour geht es um das Thema Schilf. Es ist ein für den Obernzenner See typisches Gewächs, das vielen Tieren einen Lebensraum bietet. Am Ende der Runde lädt der Liegewiesenbereich zum Verweilen und der See zum Baden ein. Die Wasserwacht ist in der Saison am Samstag und Sonntag dort präsent.