Ein angespülter Walkadaver hat am beliebten Stadtstrand der westaustralischen Metropole Perth für Aufregung gesorgt. Weil mehrere Haie in unmittelbarer Nähe gesichtet wurden, sperrten die Behörden den City Beach und warnten eindringlich davor, dort zu schwimmen oder mit Hunden spazieren zu gehen.
Rettungsschwimmer entdeckten den Kadaver am frühen Morgen, wie der Sender ABC berichtete. Wenig später kreisten mehrere Haie vor der Küste, darunter zwei Weiße Haie mit einer Länge von etwa vier und fünf Metern. Einige der Raubfische sollen sich nur rund zehn Meter vom Ufer entfernt aufgehalten haben. Gesichtet wurden sie aus Helikoptern und vom Strand aus.
Ein Wal bietet Raubfischen mit seiner dicken Speckschicht und seinem Fleisch eine riesige Menge an Kalorien und somit energiereicher Nahrung. „Es ist möglich, dass der Kadaver weiterhin Haie anlockt, so dass sie in diesem Küstenabschnitt bis dicht ans Ufer kommen“, warnte das zuständige Ministerium (DPIRD). Um welche Walart es sich handelt, war zunächst unklar.
Rund 200 Schaulustige versammelten sich am Strand, um den ungewöhnlichen Fund zu sehen. Ins Wasser dürfen die Menschen nach Angaben des Bürgermeisters Gary Mack erst wieder, wenn der Kadaver entfernt ist. Zunächst müsse aber geklärt werden, wie das mehrere Tonnen schwere Tier überhaupt beseitigt werden könne.
Die Warnungen kommen nur zehn Tage nach einem tödlichen Haiangriff am Sorrento Beach rund 15 Kilometer weiter nördlich. Ein Schwimmer war dort nur 50 Meter vom Ufer attackiert worden, vermutlich von einem Weißen Hai. Nur wenige Tage zuvor war ein Surfer ebenfalls in Westaustralien von einem Hai attackiert und schwer am Bein verletzt worden.
© dpa-infocom, dpa:260928-930-755790/1