Wählergemeinschaft Egenhausen: Keiner will auf die vorderen Listenplätze | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.12.2025 17:02

Wählergemeinschaft Egenhausen: Keiner will auf die vorderen Listenplätze

Um bei der Kommunalwahl 2026 Stimmen zu fangen, muss die Wählerliste Egenhausen eine Liste aufstellen. Bislang ist das nicht gelungen. (Symbolbild: Federico Gambarini/dpa)
Um bei der Kommunalwahl 2026 Stimmen zu fangen, muss die Wählerliste Egenhausen eine Liste aufstellen. Bislang ist das nicht gelungen. (Symbolbild: Federico Gambarini/dpa)
Um bei der Kommunalwahl 2026 Stimmen zu fangen, muss die Wählerliste Egenhausen eine Liste aufstellen. Bislang ist das nicht gelungen. (Symbolbild: Federico Gambarini/dpa)

Verliert Egenhausen seine Stimmen im Rat? Unverrichteter Dinge gingen die über 25 Anwesenden bei der Nominierungsversammlung der Wählergemeinschaft Egenhausen wieder nach Hause: Niemand fand sich bereit, auf den aussichtsreichen ersten beiden Listenplätzen zu kandidieren.

Schließlich ist aufgrund des bisherigen Wahlverhaltens der Dorfbewohnerinnen und -bewohner damit zu rechnen, dass mindestens einer der Kandidatinnen und Kandidaten der vordersten Listenplätze in den Marktgemeinderat einzieht.

Die derzeitigen Gremiumsmitglieder Ralf Spyra und Barbara Stadlinger stellen sich nicht mehr zur Verfügung. Spyra war zwei Wahlperioden lang im Rat, Stadlinger eine. Um ihre Nachfolge zu sichern, hatten sie bereits im Vorfeld zahlreiche Gespräche mit denkbaren Kandidatinnen und Kandidaten geführt. Auch am Abend der Versammlung versuchten sie über eine Stunde lang ergebnislos, die Anwesenden von einer Kandidatur zu überzeugen. Besetzt werden konnten nur die Listenplätze zwölf bis 14.

Keine Zeit für dieses Ehrenamt

Als Gründe für ihr Zögern nannten die Angesprochenen meist private oder berufliche Verpflichtungen. Einige sind auch bereits in ein oder mehrere Ehrenämter eingespannt oder stehen auf einer anderen Liste.

Wenn Egenhausen keinen Wahlvorschlag mache, dann verliere das Dorf seine Fürsprecher an entscheidender Stelle, so Spyra und Stadlinger. Beide hatten ihren Ortsteil in den vergangenen Jahren sehr engagiert vertreten und wichtige Beiträge zur Realisierung und Begleitung von Projekten wie dem Spielplatz in Egenhausen oder dem Ruheobstgarten geleistet.

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Ortssprecher oder Ortssprecherin ohne Stimmrecht

Zwar stehen dem Ortsteil ein Ortssprecher oder eine Ortssprecherin zu, sobald Egenhausen kein Ratsmitglied mehr stellt. Die Ortssprecher sind jedoch nicht stimmberechtigt. Um sich die Chance offenzuhalten, eventuell doch noch eine Liste zusammenstellen zu können, entschied die Versammlung schließlich, sich zu vertagen. Für Mittwoch, 17. Dezember, um 19 Uhr wird erneut ins Gemeindehaus eingeladen.

Bis dahin sollen noch einmal alle Kanäle genutzt werden, um geeignete Personen von der Relevanz einer Kandidatur zu überzeugen. Interessierte aller Altersgruppen, seien sie Alteingesessene oder neu Hinzugezogene, dürfen sich gern bei Stadlinger oder Spyra melden oder können einfach vorbeischauen.

Gremium verändert sich stark

„Da nur drei der aktuellen Gremiumsmitglieder wieder antreten, wird sich der Marktgemeinderat in der nächsten Wahlperiode stark erneuern“, sagte Spyra. Ein „weiter so“ sei eher unwahrscheinlich, daher sehe er gute Chancen für Bewerberinnen und Bewerber, einzusteigen und etwas zu bewegen. Vielleicht könne man mit diesem Argument doch noch den ein oder anderen überzeugen.

Außerdem bemühte Spyra sich, den Nachbarinnen und Nachbarn die Ängste zu nehmen. So müsse beispielsweise niemand sich vor parteipolitischen Spielchen fürchten. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bislang immer die Inhalte und die Gemeinde im Vordergrund gestanden haben.“


Von YVONNE NECKERMANN
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