Inspiriert vom Besuch des prominenten Sternekochs Stefan Marquardt im Mai 2024, der mit seiner Aktion „Sterneküche macht Schule!“ ein starkes Zeichen für gesunde Ernährung setzte, wurde an der Edith-Stein-Realschule in Schillingsfürst dieses Motto in die Tat umgesetzt.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c durften selbst den Kochlöffel schwingen – und das laut Hauswirtschaftsmeisterin Erni Hübsch mit viel Engagement und Begeisterung. Bevor es jedoch losgehen konnte, erhielten die Nachwuchsköchinnen und -köche eine gründliche Hygieneschulung durch das Gesundheitsamt Ansbach. Danach hieß es: „Schürze an, Haube auf und Hände waschen.“
Immer drei Jugendliche dürfen in der schuleigenen Großküche Hauswirtschaftsmeisterin Hübsch und Beiköchin Tatjana Henkel zur Hand gehen und bei der Speisenzubereitung für die Mensa helfen. Während des gesamten Schuljahres waren die Jugendlichen mittwochs im Einsatz.
In kleinen Gruppen halfen sie laut Hübsch bei der Vorbereitung und Zubereitung und sammelten so regelmäßig praktische Erfahrungen im Küchenbetrieb. Ob Salatdressings, zuckerarme Nachspeisen oder ein klassischer Gemüse-Eintopf – alles wurde selbst und mit frischen Zutaten zubereitet. Im Herbst stand Apfelmus auf dem Programm, in der Adventszeit wurden Plätzchen gebacken und zwischendurch gab es gesunde Snacks wie Körnermüsli oder Vollkornknäckebrot.
Besonders spannend für die Schülerinnen und Schüler sei der Umgang mit den professionellen Gastromaschinen gewesen, schreibt Hübsch. Konvektomat, Gasherd, Kochkessel und Starkstromzerkleinerer hätten großes Interesse geweckt. Natürlich seien auch Küchenklassiker wie Zwiebelschneiden, Garnieren und Abschmecken Teil des Programms gewesen – ebenso wie das Sauberhalten des Arbeitsplatzes, was manchmal eine größere Herausforderung darstellte. Dennoch hätten alle Beteiligten viel Spaß bei der Arbeit gehabt, schreibt die Hauswirtschaftsmeisterin in ihrem Bericht.
Das Resultat konnte sich sehen – und schmecken – lassen: Lehrerinnen, Lehrer, Mitschülerinnen und Mitschüler, die in der Mensa verköstigt wurden, zeigten sich begeistert von den Kreationen der Küchenpraktikanten. Viel Lob war die Belohnung für die engagierten Jugendlichen der siebten Klasse. Vielleicht wird so manches Rezept bald auch zu Hause nachgekocht, hofft Hübsch.
Klar ist ihrer Ansicht nach: Selbstgemachtes ist nicht nur gesünder, sondern oft auch günstiger als Fertigprodukte. Die Aktion zeige, wie praxisnah und genussvoll Gesundheitsbildung an Schulen sein könne.
Schulleiter Marcus Pfalzer ist über diesen Einsatz sehr erfreut und dankbar, da dies „zum einen lebenspraktische Fähigkeiten fördert und zum anderen die Versorgung in der Mensa verbessert“. Die Idee habe sich während des Schuljahres sehr gut etabliert und werde im nächsten Schuljahr ausgebaut, so dass an zwei Wochentagen Jugendliche in der Großküche zum Einsatz kommen werden, so der Schulleiter.