Sophia Botsch war einige Jahre lang eine wichtige, manchmal sogar die wichtigste Spielerin beim TSV Ansbach. Für die Ansbacherin hat die neue Volleyball-Saison schon begonnen, was damit zusammenhängt, dass sie nicht mehr für den TSV Ansbach spielt. Der startet ohne seine Hauptangreiferin, aber mit viel Zuversicht in die neue Spielzeit.
Der Wechsel der Mannschaftsführerin zum Zweitligisten TV Altdorf ist nicht der einzige Abgang beim letztjährigen Tabellenvierten der Regionalliga Süd-Ost. Auch Anja Scherb, viele Jahre Kapitänin der zweiten Mannschaft (Karriereende), die Zuspielerinnen Leonie Hirschmann (zum Drittligisten Erlangen) und Ina Baumann (Umzug nach München), sowie Lena Schemmel haben den TSV verlassen.
Dass es Botsch noch einmal in der zweiten Liga versuchen will, hält Trainer Armin Hoefer, seit 2022 für die erste Frauenmannschaft zuständig, für „völlig legitim”. Als Kollektiv wolle man den damit verbundenen Qualitätsverlust auffangen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das gelingt”, sagt Hoefer. Seine neue Mannschaft „ist noch einmal deutlich jünger geworden”, zählt im Schnitt nur knapp über 20 Jahre.
Einige Spielerinnen dürfen also noch gar nicht Auto fahren. Das erschwert vielleicht die Organisation von Auswärtsreisen, ändert aber nichts daran, dass die Mannschaft wieder in der oberen Tabellenhälfte mitspielen soll.
Neu im Kader ist ein Quartett, das zuvor überwiegend im Nachwuchs des TV Altdorf aktiv war: Magdalena Hofmann, Franziska Henneberger, Marlene Maruhn und Norina Weiß. Aus dem eigenen Nachwuchs sollen Rosalie Laaß und Aljana Rutkowski an das Regionalligateam herangeführt werden. Ein Weg, den zuvor schon etliche andere junge Spielerinnen erfolgreich beschritten haben.
Chiara Pauli zum Beispiel, die ebenso wie Lea Bomsdorf, Pia Loscher, Thea Jüttner, Hanna Benecke, Nina Retsch, Nina Hoefer, Amélie Sommer und Dominika Schäfer weiterhin zum Kader gehören. Insgesamt eine Mischung aus Talent und Erfahrung, die den Trainer zuversichtlich auf die neue Spielzeit blicken lässt.
In der mit zehn Mannschaften besetzte Liga gibt es mehrere Neuzugänge. Aus der dritten Liga kamen DJK Augsburg Hochzoll und SV Hahnbach zurück, aus den beiden Bayernligen rutschten TSV Neutraubling, FC-DJK Tiefenbach und ASV Dachau nach oben.
Beginnend mit dem Heimspiel am Sonntag, 5. Oktober, gegen VGF Marktredwitz steht den Ansbacherinnen ein mit Terminen dicht gepacktes Halbjahr bevor. 14 der insgesamt 18 Saisonspiele finden zwischen Oktober und Weihnachten statt.
Die Vorbereitung ließ sich gut an. Bei einem Turnier in Fellbach haben die Ansbacherinnen erfolgreich abgeschnitten, bei einem kleinen Trainingslager samt gemeinsamer Feier rückte die Mannschaft noch näher zusammen. Spannend zu beobachten wird sein, ob sich das neue Spielsystem, das stärker auf Allrounderinnen setzt und das Hoefer passend zum neuen Kader eingeführt hat, auch im Ernstfall erfolgreich umsetzen lässt.
Sonntag, 5. Oktober, 15 Uhr: TSV Ansbach - VGF Marktredwitz.
Sonntag, 12. Oktober, 16 Uhr: SV Hahnbach - Ansbach.
Sonntag, 19. Oktober, 15 Uhr: ASV Dachau - Ansbach.
Sonntag, 26. Oktober, 15 Uhr: Marktredwitz - Ansbach.
Sonntag, 2. November, 16 Uhr: Ansbach - DJK SB München-Ost II.
Samstag, 8. November, 19 Uhr: Ansbach - Hahnbach.
Sonntag, 9. November, 15 Uhr: TV Planegg Krailling II - Ansbach.
Sonntag, 16. November, 16 Uhr: Ansbach - TSV Neutraubling.
Sonntag, 23. November, 14 Uhr: FC-DJK Tiefenbach - Ansbach.
Sonntag, 30. November, 16 Uhr: Ansbach - DJK Augsburg Hochzoll.
Sonntag, 7. Dezember, 15 Uhr: München-Ost II - Ansbach.
Samstag, 13. Dezember, 19 Uhr: Ansbach - TSV Eiselfing.
Sonntag, 14. Dezember, 16 Uhr: Ansbach - Dachau.
Sonntag, 21. Dezember, 16 Uhr: Ansbach - Planegg Krailling II.