Viele Gäste bescheren Rothenburg auch eine Menge Abfall | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 11.12.2024 07:00

Viele Gäste bescheren Rothenburg auch eine Menge Abfall

Die Abfalleimer in der Altstadt werden auch sonntags geleert. Wenn sein fahrbarer Sammelbehälter voll ist, steuert Bauhof-Mitarbeiter Alexander Hörber zum Entleeren den Container am Topplerweg-Parkplatz an. (Foto: Jürgen Binder)
Die Abfalleimer in der Altstadt werden auch sonntags geleert. Wenn sein fahrbarer Sammelbehälter voll ist, steuert Bauhof-Mitarbeiter Alexander Hörber zum Entleeren den Container am Topplerweg-Parkplatz an. (Foto: Jürgen Binder)
Die Abfalleimer in der Altstadt werden auch sonntags geleert. Wenn sein fahrbarer Sammelbehälter voll ist, steuert Bauhof-Mitarbeiter Alexander Hörber zum Entleeren den Container am Topplerweg-Parkplatz an. (Foto: Jürgen Binder)

Trotz der hohen Zahl der Menschen, die sich tagtäglich in der Altstadt bewegen, sind Straßen, Plätze und Grünflächen sauber. Ausnahmen bestätigen die Regel: Gelegentlich finden sich eine größere Anzahl leerer Flaschen und Becher, die von einer nächtlichen Feier zeugen. Die Mitarbeiter des Bauhofs geben aber ihr Bestes.

Jüngst fanden sich bei einem Grillplatz vor der Stadtmauer etliche Flaschen und Becher, teils sogar noch gut gefüllt. Entdeckt hat sie ein Bürger, der mit seinem Hund am Morgen unterwegs war. Nachdem der Mann am Abend des Vortags dort feiernde Jugendliche gehört hatte, habe er seine Tour mit dem Hund am nächsten Morgen auch dort gemacht. Dabei sei er auf die schon erwähnten Hinterlassenschaften gestoßen, erzählt er im Gespräch mit der Redaktion.

Bei der Menge sei er nicht tätig geworden. Vereinzelte Flaschen oder auch sonstigen Müll hebe er oft auf und bringe alles zum nächsten Müllbehälter. Jedes Mal könne er dies aber nicht. Er registriere aber, dass der Müll innerhalb eines Tages „verschwunden“ ist. Er gönne den Jugendlichen ihre Feiern, aber „die Kids sollen ihre Dinge dann auch wieder wegräumen“, meint er. Er versteht auch nicht, warum dabei so viele Pfandflaschen stehenbleiben.

Was passiert aber mit den Überbleibseln einer Feier, die nicht von Bürgern oder Bürgerinnen in die richtigen Behälter verbracht werden? Da kommt dann der Stadtbauhof ins Spiel.

Ordnungsgemäße Entsorgung

Die Mitarbeiter sammelten das ein und entsorgten es ordnungsgemäß, teilt Pressesprecher Thomas Müller auf Anfrage der Redaktion mit. Ordnungsgemäß bedeute, dass die Mitarbeiter den Müll trennen.

Das könnte Sie auch interessieren
Das Feuchtwanger Altstadtfest verspricht Kurzweil für alle GenerationenRothenburg feiert sich und seine Geschichte: Die Pfingstfestspiele 2026 in BildernMitteilung statt Beschluss: Keine Abstimmung über Bauantrag für Roßmühlen-Projekt„Mammutaufgabe” in Rothenburg: Millionenprojekt in der Altstadt ist abgeschlossenABBA und Trompeten-Hits: Die Knabenkapelle spielt in Dinkelsbühl für die MütterMarkus Meinold: Ausbildungsbotschafter aus Rothenburg fördert Gastgewerbe-TalenteOrnbau kauft das „Kaplanhaus” – und zwei weitere Gebäude sollen saniert werdenScheinfeld bekommt seinen Marktplatz-Brunnen – in einer umkämpften VarianteSauna und Schwimmbecken: Erweiterungspläne für Fitnessstudio in DinkelsbühlGemeinschaft vor Ort stärken: Neues Format für Feuchtwanger FreundschaftsfestDer Heimatverein und die Stadt Ansbach halten das Rokoko-Erbe hochMarstall in Unterschwaningen: Die Gemeinde könnte von Modellvorhaben profitierenSanierung des Grünen Baums in Dinkelsbühl: Fachleute untersuchen Mittelalter-HausZwischen Humprechtsau und Berolzheim: Unbekannte entsorgen Heizöltanks im WaldNeuer Verein veranstaltet stimmungsvollen Nachtflohmarkt im Spitalhof Dinkelsbühl

Für die Sauberhaltung der Grünanlagen, Plätze und Straßen in der Altstadt sei generell der Bauhof zuständig. Müller nennt fußläufige Straßenreiniger mit Handkarren. Aber auch die Straßenkehrmaschine kommt zum Einsatz. Zusätzlich einmal die Woche sind die Gärtner in den Grünanlagen im Einsatz, die auch die Körbe am Burggarten und an der Riviera leeren. Die fußläufigen Mitarbeiter sind tagtäglich auf Tour – durchaus auch sonn- und soweit ihm bekannt sei, auch feiertags, teilt Müller mit. Im Altstadtbereich seien insgesamt vier Personen unterwegs.

Die Frage nach Pfandflaschenhalterungen an Müllkörben in der Stadt bejaht der Pressesprecher. Diese gebe es, aber noch nicht an allen Stellen. Testbereich sei ein engerer Altstadtbereich im ersten Stadtring („Ur-Innenstadt“). Dieses Angebot werde aber wenig angenommen. Müller spricht aber auch von einem relativ hohen Aufwand, weil solche Halterungen individuell an die Körbe angepasst werden müssten.

Zigaretten sind ein Problem

Über so manche Flasche freuen sich aber andere: Pfandflaschensammler. Drei bis fünf verschiedene sehe er hier, weiß Müller. „Ich denke jedoch, es sind mehr. Ab und an gibt es auch neue Gesichter.“

Aber eine andere Verschmutzung bereitet mehr Sorgen. Müller spricht von einem „argen Problem“ und meint damit die weggeworfenen Zigarettenstummel. Gerade auf dem Pflaster ließen sich diese nicht einfach einsammeln. Schwierig seien auch Kaugummis.

Erst beseitigt, dann ermittelt

In diesem Jahr hat die Verwaltung laut Müller insgesamt 14 Hinweise auf Verschmutzungen oder Ablagerungen erhalten. Es müsse bei den Zuständigkeiten auch zwischen Kommunaler Abfallwirtschaft und Staatlichem Abfallrecht unterschieden werden, erläutert Müller. Bei Müllablagerungen werde im Übrigen zunächst beseitigt, dann werde versucht, den Verursacher oder die Verursacherin zu ermitteln – das mache dann oft die Polizei oder die Abfallwirtschaft.

Viel Geld kostet die Stadt die alljährliche Müllbeseitigung. „Mit Mensch, Maschine, Betriebsstoffen und Entsorgungskosten sind das für 2024 fast 470.000 Euro“. Die Ansätze dazu stiegen leicht. Deshalb hofft Müller, dass es weiterhin Bürgerinnen und Bürger gibt, die Sachen aufheben und in die Abfallkörbe werfen. Das würde auch den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern.


Von Gerhard Krämer
north