In der Außenstelle Dinkelsbühl-Wassertrüdingen des Diakonischen Werks Ansbach gibt es personelle Veränderungen. Das Team der Suchtberatung wurde vergrößert, so dass es nun verbesserte Beratungsmöglichkeiten gibt. Einen Neuzugang gibt es außerdem beim sozialpsychatrischen Dienst.
Keine Angst vor großen Fußstapfen hat offenbar Matthias Wedel, der seit Anfang April in der Beratungsstelle für seelische Gesundheit (sozialpsychatrischer Dienst) die Nachfolge von Pia Dobberstein angetreten hat. Sie war dort mehr als 40 Jahre lang tätig gewesen. Wedel arbeitete zuvor 15 Jahre lang am Bezirksklinikum Mittelfranken und ist guter Dinge, dass er in Dinkelsbühl schnell Fuß fassen wird. Dabei möchte er seine Persönlichkeit und Erfahrung einbringen. „Beratung funktioniert nicht, wenn ich mich mit dem Gegenüber nicht verstehe“, erklärt er.
Psychische Probleme können im Laufe eines Lebens jeden und jede treffen, ist sich Wedel sicher. In so einem Fall könne man sich bei der Diakonie anonym und kostenlos telefonisch oder per E-Mail melden. Anschließend wird ein Termin für ein Erstgespräch vereinbart. In der Außenstelle Dinkelsbühl-Wassertrüdingen werden auch Beratungs-Hausbesuche für Menschen angeboten, die nicht mobil sind. Außerdem gibt es in regelmäßigen Abständen eine Beratungs-Frühstücksgruppe.
Personell verstärkt wurde der Bereich Suchtberatung. Neben Alexander Bayer, der bereits seit 18 Jahren in Dinkelsbühl tätig ist, gehört inzwischen auch Selina-Anh Binder als Vollzeitkraft zum Team. „Die Außenstelle hier ist eigentlich stetig erweitert worden“, sagt Bayer.
Durch die neue Kollegin können gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Nun gibt es eine weibliche Ansprechpartnerin. „Manche Themen möchten Frauen nur mit einer anderen Frau besprechen“, erklärt Selina-Anh Binder, die auch ein spezielles Angebot für Essstörungen aufbauen möchte.
Außerdem kann sich Alexander Bayer nun besser auf die sogenannte ambulante Reha konzentrieren. Dieses zeitaufwendige Angebot richtet sich vor allem an berufstätige Menschen mit einer Alkohol- oder Medikamentensucht. Sie können in Dinkelsbühl in wöchentlichen Einzel- und Gruppengesprächen ambulant behandelt werden. „Der große Vorteil ist, dass sie nicht wochen- oder monatelang in der Klinik sein müssen. Das kann ich jetzt verstärkt anbieten“, freut sich Bayer. Grundvoraussetzung für die ambulante Reha sei eine Abstinenzfähigkeit, erklärt Bayer.
Selina-Anh Binder macht außerdem deutlich, dass die Suchtberatung auch für Angehörige offen stehe, die Informationen oder konkrete Unterstützung benötigen. Auch hier macht sich das größere Team positiv bemerkbar: Angehörige und Patienten können nun von zwei verschiedenen Personen betreut werden.
Dadurch, dass mit Sonja Schineis-Demmert seit der Corona-Zeit außerdem eine Sekretärin in Dinkelsbühl ist, kann sich der Rest des Teams noch besser auf Beratung und Behandlung konzentrieren. Außerdem ermöglicht die Aufstockung häufigere Präsenz in der Geschäftsstelle in Wassertrüdingen, wo ein neuer Beratungsraum geschaffen wurde.