Einen Groll gegen frisch gepflanzte Bäume hegt offenbar eine unbekannte Person in Neuendettelsau: Am Halloween-Wochenende wurde ein von der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz gepflanztes Apfel-Bäumchen stark beschädigt. Die Heilbronner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Eigentlich sollte in den nächsten Jahren ein Apfelbaum vor dem Kindergarten Arche Noah in der Reuther Straße prächtig gedeihen. Ob dies tatsächlich so kommt, ist im Moment fraglich. Denn eine unbekannte Person hat zwischen Mittwoch, 29. Oktober, 16 Uhr, und Sonntag, 2. November, 5 Uhr, den Haupttrieb des Bäumchens abgerissen.
Das sei ein trauriger Anblick gewesen, sagt Charlotte Busch, Vorsitzende der Neuendettelsauer Ortsgruppe des Bundes Naturschutz (BN), gegenüber der FLZ. Der fehlende Ast sei nicht mehr auffindbar gewesen. Man habe sich an die Polizei in Heilsbronn gewandt und Anzeige gegen unbekannt erstattet.
Ob das Bäumchen durch den Vandalismus komplett zerstört ist, wird sich erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Der BN will aber nach den Worten von Charlotte Busch alles versuchen, „dass er durchkommt”. Deshalb hoffen die Verantwortlichen auch, dass es in absehbarer Zeit keinen zu starken Frost gibt.
Die BN-Vorsitzende ist enttäuscht und auch verärgert ob dieser Tat. Enttäuscht deshalb, weil auch einige Mädchen und Jungen am 15. Oktober mitgeholfen hatten, den Baum am Standort vor dem Kindergarten einzupflanzen. Verärgert ist sie, weil es nicht das erste Mal war, dass es an dem Standort, der mit der Gemeindeverwaltung abgestimmt ist, Probleme gegeben hat.
Rückblick: Mit dem Apfelbäumchen hat sich BN-Ortsgruppe im Sommer an der Baumpflanz-Challenge der Feuerwehren beteiligt, die vor allem in den sozialen Medien große Resonanz gefunden hatte. Da aber das Thermometer am offiziellen Pflanztag – dem 15. August – über 30 Grad angezeigt hat, „haben wir kurzerhand improvisiert”, blickt Charlotte Busch zurück.
Statt eines echten Baumes wurde symbolisch ein gebastelter Baum aus Holz an dem Standort aufgestellt. „Damit er sowohl für die Kinder als auch für den Straßenverkehr sicher war, wurde er in einer massiven Metallhülse im Boden verankert.” Drei Tage später lag das Provisorium allerdings unter einem Nachbarbaum. Zudem waren die Hülse entfernt und das Loch zugeschüttet.
Die Heilsbronner Polizei hat die Ermittlungen wegen des beschädigten Baumes aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09872/97170 zu melden.