Unfall-Hotspot: Oberlaimbach muss seine Verkehrsprobleme lösen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.02.2023 16:13

Unfall-Hotspot: Oberlaimbach muss seine Verkehrsprobleme lösen

Durch einen Lastwagenunfall wurde in Oberlaimbach ein Vorgarten verwüstet. Der Bauausschuss besah sich den Schaden und sprach von einem grundsätzlichen Verkehrsproblem im Dorf. (Foto: Andreas Reum)
Durch einen Lastwagenunfall wurde in Oberlaimbach ein Vorgarten verwüstet. Der Bauausschuss besah sich den Schaden und sprach von einem grundsätzlichen Verkehrsproblem im Dorf. (Foto: Andreas Reum)
Durch einen Lastwagenunfall wurde in Oberlaimbach ein Vorgarten verwüstet. Der Bauausschuss besah sich den Schaden und sprach von einem grundsätzlichen Verkehrsproblem im Dorf. (Foto: Andreas Reum)

Es riecht nach Kraftstoff, auf dem Gehweg ist Bindemittel gestreut, ein großteils entwurzelter Birnbaum ragt schräg aus dem Boden. Nur noch Einzelteile sind von den Gabionen und Zaunstücken übrig, die den Vorgarten vom Gehweg trennten.

Als der Scheinfelder Bauausschuss sich am Montag spätnachmittags in Oberlaimbach an der Stelle des Unfalls von Samstagabend umsah, war die Verwüstung zwar schon ein Stück weit aufgeräumt, jedoch noch unübersehbar. Ein mit Süßwaren beladener 40-Tonner war umgekippt und hatte den Zaun auf gut 20 Metern Länge dem Erdboden gleichgemacht. Kartonpappe aus der Ladung lag auch am Montag noch zuhauf herum.

Für die Bundesstraße ist die Stadt eigentlich nicht zuständig, sondern das Staatliche Bauamt. Bürgermeister Claus Seifert hatte den Bauausschuss dennoch spontan zu diesem Ortstermin gerufen. Der Grund ist, dass er ein grundsätzliches Verkehrsproblem für Oberlaimbach sieht, denn der Unfall am Samstag war zwar besonders spektakulär, aber kein Einzelfall, wie Seifert mehrfach betonte.

Sorgen um Sicherheit schon seit Jahren

Vor allem weiß man das freilich in Oberlaimbach. Der Besitzer des diesmal betroffenen Anwesens berichtete von insgesamt drei Fällen, in denen sein Zaun und Garten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die beiden vorigen liegen allerdings schon Jahre zurück. Zudem klaube er in unschöner Regelmäßigkeit Radkappen auf, wenn wieder mal ein Auto an der Gehsteigkante entlanggeschrammt ist.

Das ist denn auch ein Hauptanliegen des Bürgermeisters, „dass man guten Gewissens den Gehsteig wieder nutzen kann“. Denn pures Glück war es wohl, dass am Samstag zum Unfallzeitpunkt dort kein Passant unterwegs war.

Dass der Geh- und Radweg nicht sicher sei, wird im Ort schon seit Jahren postuliert. Seifert hat die Bürger des Stadtteils nun gebeten, die ihnen bekannten Zwischenfälle allesamt einmal aufzulisten. Zwar soll im Zuge der in Oberlaimbach anstehenden Dorferneuerung auch die Ortsdurchfahrt in den Blick genommen werden, doch reichen die Möglichkeiten der Dorferneuerung nach Seiferts Einschätzung nicht aus, um echte Abhilfe zu schaffen.

Ein Hauptproblem sieht man darin, dass die Autos zu schnell in den Ort hineinfahren, insbesondere – aber nicht nur – von Neustädter Seite kommend. Eine Entspannung ist dabei nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die B8 wird noch auf Jahre hinaus eine vielgenutzte Ausweichroute bleiben, solange der sechsspurige A3-Ausbau noch nicht abgeschlossen ist, merkte Seifert an.

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