Umwelt-Team des Taubertal-Festivals: Flaschen sammeln für den guten Zweck | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.02.2025 07:00

Umwelt-Team des Taubertal-Festivals: Flaschen sammeln für den guten Zweck

Mitglieder des Umweltteams sammelten viele Pfandflaschen ein. Über den Erlös freut sich das „Netzwerk Hoffnung“. (Foto: Arno Boas)
Mitglieder des Umweltteams sammelten viele Pfandflaschen ein. Über den Erlös freut sich das „Netzwerk Hoffnung“. (Foto: Arno Boas)
Mitglieder des Umweltteams sammelten viele Pfandflaschen ein. Über den Erlös freut sich das „Netzwerk Hoffnung“. (Foto: Arno Boas)

Tausende strömen jeweils im August zum Taubertal-Festival und hinterlassen trotz eines ausgeklügelten Müllsystems Spuren. Auch in Form von Pfandflaschen. Eva Kammleiter sammelt diese mit dem Umweltteam und konnte aus der letztjährigen Aktion nun einen Erlös von 2000 Euro einem guten Zweck zuführen.

Schon seit über 25 Jahren arbeitet Eva Kammleiter beim Taubertal-Festival mit. Als sie damals beim ersten Open-Air den Müll gesehen hatte, habe sie sich gefragt: „Wer macht hier wieder sauber, das muss doch alles ordentlich getrennt werden?“

Diesen Überlegungen folgten Taten. Schon im Jahr darauf wandte sie sich mit diesem Anliegen an den Veranstalter Volker Hirsch. Und stieß auf offene Ohren.

Am Anfang fiel viel Müll an

Die Abfallentsorgung war und ist ein großes Thema beim Festival. Am Anfang sei viel Müll angefallen, auch Sperrmüll wie Kühlschränke oder Couchgarnituren. Die Entsorgung habe dann bezahlt werden müssen. Mittlerweile habe sich das gebessert.

Pfandflaschen gehörten aber nicht in den Abfall. So hat sich Kammleiter überlegt, „das ganze Pfand vor der Müllpresse zu retten“. Lange sei das Sammeln beim Taubertal-Festival nebenbei gelaufen und 2023 dann erstmals offiziell.

Bei der Open-Air-Auflage 2024 hatte Eva Kammleiter an die 100 Helferinnen und Helfer im Umweltteam. Sie fragte Volker Hirsch, ob sie ein paar Leute aus dem Team für die Pfandaktion abziehen könne. „Nie hätte ich gedacht, dass hier in einer Schicht 20 bis 50 Säcke zusammenkommen“, erzählte sie im Gespräch mit der Redaktion.

Drei Wochen lang sortiert

Als Mitarbeiterin eines Autohauses durfte sie sich einen Sprinter ausleihen, um alles transportieren zu können. Zuerst landeten die ganzen Säcke mit den Pfandflaschen und Dosen erst einmal in ihrem Garten. Dann half ihr ihre Familie, alles zu sortieren, um dann Flaschen und Dosen in verschiedenen Märkten einzeln in die jeweiligen Automaten zu werfen. „Dies hat noch mal ungefähr drei Wochen gedauert“, erzählt Kammleiter.

„Es hat sich gelohnt“, freut sie sich. Es kam die stolze Summe von 2000 Euro zusammen. „Dass so viel Geld weggeworfen wird, ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt Kammleiter. Doch weggeworfenes Geld ist es nun nicht mehr. Es kommt einem guten Zweck zugute.

Die Summe überwies Kammleiter jetzt an das „Netzwerk Hoffnung“ am Universitätsklinikum Würzburg. Diese Spende wird nach Rücksprache mit Klaudia Paluchowska, die mit für die Koordination beim Netzwerk zuständig ist, ausschließlich für die Aufnahme neuer Spender in die Stammzellspender-Datei des Universitätsklinikums Würzburg verwendet.


Von Gerhard Krämer
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