Richtungsweisende Entscheidungen traf der Uffenheimer Finanzausschuss: Zum einen will man weiterhin Mitglied in der Lokalen Aktionsgruppe Südlicher Steigerwald bleiben und zweitens einen Teil der Anschlusskosten übernehmen, damit der FV Uffenheim Nahwärme beziehen kann.
„Die Stadt ist seit 2015 Mitglied in der Lokalen Aktionsgruppe Südlicher Steigerwald“, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Lampe den aktuellen Stand. „Für die Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie in der neuen Förderperiode 2028 bis 2034 müssen wir wieder einen neuen Beschluss über die Mitgliedschaft fassen. Der Mitgliedsbeitrag bleibt stabil und beträgt jährlich zwei Euro je Einwohner“.
Da über die LAG schon mehrere große Projekte in Uffenheim mit viel Geld gefördert worden seien, wie zum Beispiel die Mountainbike-Strecke und aktuell auch der Bau des Ärztehauses Uffenheim mit rund 150.000 Euro fanden alle Mitglieder des Finanzausschusses die Mitgliedschaft in der LAG „eine wirklich gute Sache“ und votierten einstimmig dafür, weiterhin deren Mitglied zu bleiben. Dies empfahlen sie auch dem Stadtrat, der bei dieser Entscheidung das letzte Wort hat.
Deutlich komplizierter erwies sich dann der Antrag des 1. Fußballvereins Uffenheim auf Übernahme der Anschlusskosten an das im Krämersgarten geplante Nahwärmenetz, das dort in den nächsten Jahren entstehen soll. Wie der Verein schreibt, habe er zwar Interesse daran, an das Nahwärmenetz angeschlossen zu werden, aber nicht die finanziellen Mittel, um die von den Stadtwerken prognostizierten Anschlusskosten in Höhe von etwa 30.000 Euro zu bezahlen:
„Da der FVU nur der Pächter der Anlage ist, stellen wir den Antrag, dass die Stadt als Eigentümer des Geländes, die Kosten für diesen Anschluss übernimmt“. Begeisterung löste dieses Schreiben beim Gremium naturgemäß nicht gerade aus, hatte die Stadt nach vielen Einsparungsrunden doch erst mit Müh und Not einen genehmigungsfähigen Haushalt 2025 hinbekommen, der auf Kante genäht ist. Schließlich setzte sich aber die bittere Erkenntnis durch, dass sich die Stadt als Eigentümer dieser Immobilie an den Anschlusskosten beteiligen muss.
Das Ergebnis der Beratungen: die Stadt übernimmt 70 Prozent der Anschlusskosten - rund 21.000 Euro. Die übrigen 30 Prozent sollen mit Hilfe eines Antrags an die KfW, im Rahmen der dort verorteten Förderung von Nahwärmenetzen, aufgebracht werden. Damit seien zumindest die Kosten für die außerhalb des Gebäudes anfallenden Arbeiten gedeckt, den zusätzlich notwendigen Innenausbau müsse der FVU selbst finanzieren. Diese Aufteilung der Kosten ist allerdings nur eine Empfehlung an den Stadtrat, der dafür noch grünes Licht geben muss.