Zum dritten Mal gab es am Sonntag eine Kidical Mass in Ansbach.
Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und die Vereine Eltern für Ansbach und Carina hatten zu dieser Veranstaltung aufgerufen. Begleitet von vier Einsatzfahrzeugen der Polizei fuhren weit über einhundert Kinder mit ihren Eltern durch Ansbach, um für Sicherheit für Radfahrer im Straßenverkehr zu demonstrieren.
Start der Fahrrad-Demonstration war der Schulhof der Friedrich-Güll-Schule. Dort versammelten sich die Teilnehmenden und wurden von Jörg Schellenberger, dem stellvertretenden Versammlungsleiter, begrüßt. Zusammen mit Sigrid Strobel, die die Kidical Mass anführte, hatte Schellenberger die Aktion vorbereitet.
„Wir fahren heute nicht einfach nur Fahrrad“, so Schellenberger, „Wir setzen gemeinsam ein Zeichen.“ Die Straßen, so seine Feststellung, gehören allen und besonders den Kindern. Mit der Kinder-aufs-Rad-Aktion solle vor Augen geführt werden, wie wichtig das Fahrrad für die Mobilität von Kindern sei.
Schellenberger forderte, dass Kinder sicher und selbstständig zur Schule, zum Sport oder zu ihren Freunden radeln können. Dafür würden sichere Schulwege, gute Radwege und eine Infrastruktur, die auch an Kinder denke, benötigt.
Die Leiterin der Friedrich-Güll-Schule, Rektorin Karin Promm, drückte ihre Freude darüber aus, dass der Hof ihrer Schule der Startpunkt der Fahrrad-Demonstration war. Radfahren sei nicht nur wichtig für die Gesundheit, die Fitness und die Koordinationsfähigkeit, sondern auch für die Umwelt, so Promm.
Der Weg der Fahrrad-Demonstration führte von der Güll-Schule durch die Stadt auf den Kirchplatz von Schalkhausen. Von dort ging es zur Johann-Steingruber-Realschule, wo die Teilnehmenden von deren Leiter Thomas Häckel empfangen wurden.
Mit der Route sollte, so berichtete Sigrid Strobel, auf die neuen Fahrrad-Schutzstreifen auf der Schalkhäuser Landstraße aufmerksam gemacht werden. Die schnelleren Radfahrer können auf diesen Schutzstreifen auf der Straße fahren. Kinder und langsamere Radfahrer dürfen den Gehweg benutzen. Mit dieser Regelung sei sie sehr zufrieden, so Strobel. Sie kritisierte aber, dass die rote Färbung des Radweges an der Einmündung der Straße Am Reiterzentrum in die Schalkhäuser Landstraße nicht mehr vorhanden ist. Diese habe die Kreuzung sicherer gemacht. Strobel regte eine Neuanbringung der Markierung an, um die Autofahrer auf die querenden Radfahrer aufmerksam zu machen.