In Steinsfeld wird im Mai Heinz Dürr ins Rathaus einziehen. Der 64-Jährige tritt die Nachfolge von Margarita Kerschbaum an.
Und das ganz ohne Kandidatur. Denn die amtierende Bürgermeisterin Margarita Kerschbaum hatte kurzfristig entschieden, nicht erneut anzutreten. Keine der beiden Wählergruppierungen der Gemeinde brachte eine Alternative ins Rennen.
Daher war die Situation in der Gemeinde lange ungewiss, der Wahlzettel für das Bürgermeisteramt blieb leer. Alle Wahlberechtigten konnten den Namen einer wählbaren Person darauf notieren. In den Tagen vor der Wahl fiel immer häufiger der Name von Heinz Dürr als möglicher Nachfolger Kerschbaums.
Sein Name war nun auch auf deutlich mehr als 50 Prozent der gültigen Wahlzettel verzeichnet – auf genau 70,8 Prozent nämlich. Aufgrund der vielen Vorschläge auf den Wahlzetteln habe sich die Auszählung länger als üblich hingezogen, sagte Wahlvorstand Hans Beier auf Nachfrage der Redaktion. Mehr als 40 verschiedene Vorschläge habe es gegeben – alleine 35 verschiedene Namen seien per Briefwahl eingegangen. Die zweitmeisten Stimmen erhielt Margarita Kerschbaum. Sie war 2020 mit 92,11 Prozent zur Bürgermeisterin gewählt worden. Die Wahlbeteiligung in Steinsfeld lag bei 75,7 Prozent.
Heinz Dürr bringt fundierte und langjährige Verwaltungserfahrung mit. Seit 1980 ist er in diesem Bereich tätig: zunächst rund 20 Jahre lang bei der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg. Im Jahr 2002 wurde er dann stellvertretender Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Weihenzell. Seit Anfang Dezember 2025 ist Dürr offiziell im Ruhestand. Das wird sich im Mai ändern, wenn er offiziell ins Rathaus einziehen wird.
Er werde die Wahl annehmen, sagte er am Wahlabend gegenüber der Redaktion. Er freue sich über das eindeutige Wahlergebnis.