Die Wählergruppe „Röckinger Liste“ nominierte ihre Bewerberinnen und Bewerber um Mandate im Gemeinderat sowie ihren Bürgermeisterkandidaten. Die Gruppierung schickt Torsten Kunder für den Posten des Rathauschefs und als Nachfolger für den nicht mehr kandidierenden Amtsinhaber Martin Schachner ins Rennen.
Zur Nominierungsversammlung waren 98 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger aus Röckingen und den Ortsteilen Opfenried, Röthhof sowie Gugel- und Schmalzmühle gekommen. Über die große Resonanz freute sich Versammlungsleiterin Hannelore Gebhardt. Sie würdigte das Engagement der amtierten Gemeinderäte und des aktuellen Amtsinhabers Martin Schachner.
Der Vorschlag für die Gemeinderatsliste enthielt die Namen von 17 Personen. Die Reihung auf dem Stimmzettel wurde entsprechend der Stimmenzahl aus der Nominierung vorgenommen. So ergab sich eine Frau an der Spitze: Beatrice Schneider führt die Liste mit 92 Stimmen an.
Es folgen Lukas Schwarzländer, Benjamin Vinzens, Timo Kunder, Achim Frickinger, Norbert Pfanz, Hannes Bayerlein, Andreas Schwarzländer, Sven Morawitz, Markus Stadtmüller, Johannes Doberer, Peter Renner, Karl Gebhardt junior, Manfred Gebhardt, Reinhard Zäh und Peggy Richter. Die Platzierung der zuletzt genannten beiden Bewerbenden wurde in einer Stichwahl ermittelt. Ersatzkandidat ist Detlef Richter.
Alle Bewerber engagieren sich ehrenamtlich in den örtlichen Vereinen wie Sport-, Schützen- sowie Soldaten- und Reservistenverein, in der Gruppierung „Z’samm kumma“ oder in kirchlichen Kreisen und Gruppen.
Anschließend wurde Torsten Kunder mit 90 Ja-Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Es gab sieben Enthaltungen. Kunder ist 46 Jahre alt und Steuerfachwirt. Kunder dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und stellte sich kurz vor. Er bezeichnete sich trotz einer längeren Abwesenheit im Dorf als Röckinger Urgestein. Er wuchs im Hesselbergdorf auf, besuchte zunächst die dortige Grundschule und wechselte dann zur Realschule nach Wassertrüdingen. Nach erfolgreichem Schulabschluss erlernte er den Beruf eines Steuerfachangestellten. Es folgte eine Fortbildung zum Steuerfachwirt.
2016 machte sich Kunder zum ersten Mal selbständig, wechselte aber dann zu einer großen Steuerkanzlei. 2021 begab er sich wieder in die Selbständigkeit. In vielen Gesprächen sei er gefragt worden, ober für das Bürgermeisteramt kandidieren wolle. Er habe die Kandidatur lange überlegt. Doch er wolle für Röckingen Verantwortung übernehmen. Wie er gegenüber der FLZ erklärte, wolle er die begonnenen Projekte weiterführen. Im Fokus stünden dabei die Verbesserung der Abwasserbeseitigung sowie die Sanierung der Schmalzmühlbrücke. Diese Pläne seien überaus kostenträchtig. Bei der Umsetzung müsse der kommunale Finanzrahmen berücksichtigt werden, da es noch weitere Pflichtaufgaben für eine Gemeinde gebe.