Thorsten Müller steigt in Bechhofen als Kandidat in den Ring | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.11.2023 07:00, aktualisiert am 17.11.2023 19:42

Thorsten Müller steigt in Bechhofen als Kandidat in den Ring

Thorsten Müller (rechts) erläuterte in der Nominierungsversammlung die Beweggründe für seine Bürgermeisterkandidatur. (Foto: Markus Weinzierl)
Thorsten Müller (rechts) erläuterte in der Nominierungsversammlung die Beweggründe für seine Bürgermeisterkandidatur. (Foto: Markus Weinzierl)
Thorsten Müller (rechts) erläuterte in der Nominierungsversammlung die Beweggründe für seine Bürgermeisterkandidatur. (Foto: Markus Weinzierl)

Einstimmig hat die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) den derzeitigen Geschäftsleiter im Bechhöfer Rathaus, Thorsten Müller, als Bürgermeister-Kandidat nominiert. Im Januar sind die Bechhöfer aufgerufen, einen Nachfolger für Helmut Schnotz zu bestimmen, der bei den Landtagswahlen für die CSU einen Sitz in München bekam.

Alle der insgesamt 26 stimmberechtigten UWG-Mitglieder sprachen sich in der Nominierungsversammlung für den 31-jährigen Diplom-Verwaltungswirt Thorsten Müller aus. Ein anderer Vorschlag wurde nicht eingebracht. Neben den Stimmberechtigten waren auch zahlreiche Gäste im Saal, darunter Vertreter der Bechhöfer Liste (BL). Diese wird den Kandidaten selbst nicht nominieren, will ihn aber unterstützen. Denn als so genannter offener Wahlvorschlagsträger fehle der BL, wie Müller gegenüber der FLZ erläuterte, die Struktur für eine entsprechende Nominierung.

In der Versammlung bezog Müller, der in Wassertrüdingen wohnt, Stellung zu den Diskussionen und zur Empörung, die seine Bereitschaft zur UWG-Kandidatur in den Reihen der Bechhöfer CSU ausgelöst hatte. Schließlich ist er CSU-Mitglied und Vorsitzender des Wassertrüdinger Ortsverbandes. Müller schilderte die Situation folgendermaßen: Als Helmut Schnotz (er war viele Jahre Vorsitzender der UWG) Ende 2022 von der CSU als Landtags-Direktkandidat nominiert worden sei, sei bei den Bechhöfer Gemeinderatsgruppierungen die Frage der Nachfolge des Gemeindeoberhaupts aufgekommen.

Nacheinander hätten BL, örtliche CSU sowie UWG bei ihm – Thorsten Müller – das Interesse an einer Bürgermeisterkandidatur abgefragt. Die Anfragen habe er, so der 31-Jährige, gegenüber den jeweils anderen Gruppierungen transparent gemacht und signalisiert, dass die Verantwortlichen in Verhandlungen treten sollten.

„In Demokratie ein No-Go“

Nach Aussagen von Thorsten Müller soll CSU-Ortsvorsitzender Martin Günther daraufhin geäußert haben, mit der Bechhöfer Liste nicht sprechen zu wollen. Dies sei aus seiner Sicht in einer Demokratie ein „No-Go“, kommentierte Müller. Er berichtete außerdem von gewissen Indiskretionen in der Folgezeit, weshalb er entschieden habe, sich „aus dem Verfahren der CSU“ zurückzuziehen.

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Seine CSU-Mitgliedschaft in Wassertrüdingen gehe auf die Kommunalwahl im Frühjahr 2020 zurück, erläuterte Müller. Er sei seinerzeit gefragt worden, ob er mit auf die Stadtratsliste wolle. Dies sei allerdings mit einem Parteieintritt verbunden gewesen. Zu diesem Zeitpunkt habe er an Bechhofen noch nicht gedacht, so der 31-Jährige, der im Sommer 2020 die Aufgabe des Geschäftsleiters in der Marktgemeinde übernahm.

„Kind der Kommunalverwaltung“

Der UWG-Kandidat ließ keinen Zweifel daran, dass das Amt des Bürgermeisters für ihn genau das Richtige ist, und bezeichnete sich als „Kind der Kommunalverwaltung“. Als Geschäftsleiter habe er einen großen Einblick in die Herausforderungen, die in der Gemeinde anstünden. Vor der Abstimmung, die vom Wahlausschuss um UWG-Mitglied Dr. Nikolaus Meier geleitet wurde, berichtete der in Würzburg geborene und in Theilheim aufgewachsene Bewerber von seinem beruflichen Werdegang und seinen ehrenamtlichen Aktivitäten in Bechhöfer Vereinen.

Der Vorsitzende der UWG, Wolfgang Reif, hatte die Anwesenden eingangs begrüßt. Und er übermittelte die Grüße von Bürgermeister Helmut Schnotz. Dieser habe sich wegen Sitzungsterminen in München entschuldigt, aber mitgeteilt, dass er davon überzeugt sei, dass die UWG einen geeigneten und kompetenten Kandidaten gefunden habe.

Am Ende der Versammlung richtete Bernd Kober von der Bechhöfer Liste, der auch zweiter Bürgermeister ist, das Wort an die Versammlung: Seine Gruppierung stehe voll und ganz hinter Thorsten Müller.

Inzwischen hat der CSU-Ortsverband Sven Waidmann als seinen Kandidaten für den Chefsessel in Bechhofens nominiert.

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