Straßenverengung in Meinhardswinden verfehlt ihre Wirkung | FLZ.de

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Straßenverengung in Meinhardswinden verfehlt ihre Wirkung

Falsch platziert, mehr Probleme als Nutzen: So lauteten die Vorwürfe mit Blick auf die Fahrbahnverengung auf der Straße von Meinhardwinden in Richtung Kurzendorf. (Foto: Florian Schwab)
Falsch platziert, mehr Probleme als Nutzen: So lauteten die Vorwürfe mit Blick auf die Fahrbahnverengung auf der Straße von Meinhardwinden in Richtung Kurzendorf. (Foto: Florian Schwab)
Falsch platziert, mehr Probleme als Nutzen: So lauteten die Vorwürfe mit Blick auf die Fahrbahnverengung auf der Straße von Meinhardwinden in Richtung Kurzendorf. (Foto: Florian Schwab)

„Die Stadt tut ja eh nichts“: Dieser viel zitierte Vorwurf greift in Meinhardswinden nicht. Um vermeintliche Raser einzubremsen, hat die Verwaltung die Verengung einer Straße veranlasst. Doch statt das Problem zu lösen, sorgen die Einbauten für neue Probleme. Ein weiterer Vor-Ort-Termin soll eine Lösung herbeiführen.

Konkret geht es um die Meinhardswindener Straße, die von dem Stadtteil in Richtung Kurzendorf führt. Die Strecke ist übersichtlich, relativ gerade und leicht abschüssig. Diese Eigenschaften verleiten offenbar den einen oder anderen Autofahrer dazu, schon weit vor dem Ortsschild auf das Gaspedal zu treten.

Um die Rennstrecke, wie solche Straßenabschnitte gerne von Bürgern genannt werden, zu entschärfen, ließ die Stadtverwaltung kurz nach dem Ende der Bebauung eine Straßenverengung einbauen. Das Problem hat die Maßnahme indes nicht gelöst, wie jetzt eine Anwohnerin in der Stadtteilversammlung Süd mitteilte. „Leider ist es noch schlimmer geworden.“

Polizei: Hindernis mit hohem Tempo kaum zu überwinden

Durch die Platzierung der Verengung habe sie jetzt massive Probleme aus ihrer Ausfahrt herauszufahren. Sie schilderte auch, warum: Wer in Richtung Kurzendorf fährt, muss zwangsläufig auf die Gegenfahrbahn wechseln, um an dem Hindernis vorbeizukommen. Diese Manöver geschehen dann auf Höhe ihrer Ausfahrt, weshalb selbst das Ausfahren nach rechts in Richtung Ansbach zum Martyrium wird – vor allem zu Zeiten des Berufsverkehrs.

Ein weiteres Problem aus Sicht der Anwohner nach der baulichen Veränderung: Seitdem die Verengung eingebaut wurde, fahren einige Verkehrsteilnehmer auf dem Abschnitt danach noch schneller als früher. Man habe das Hindernis ja überwunden, so die Vermutung.

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Die Polizei hat derweil eine andere Sicht auf die Situation. Man sei die Strecke vor der Versammlung noch einmal abgefahren, berichtete Verkehrsexperte Michael Maul. Mit hohem Tempo könne man das Hindernis kaum überwinden. „Wenn sie im engen Bogen aus ihrer Ausfahrt rausfahren, ist die Gegenfahrtrichtung nicht betroffen.“ Und wenn man Maul zufolge schon weiß, dass man hier eine gefährliche Situation habe, „dann fahre ich besonders vorsichtig raus“.

Ein weiterer Termin vor Ort soll helfen

Zu den Rasern berichtete der Polizeibeamte, dass man Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt habe. Ergebnis: Wenn überhaupt, dann hat es nur geringfügige Überschreitungen gegeben. „Es geht hier um das subjektive Empfinden, das objektiv nicht richtig ist.“

Lösungen wurden in der Versammlung viele diskutiert. Die Vorschläge reichten von einem Verkehrsspiegel über das Versetzen der Engstelle weiter in Richtung Kurzendorf bis zum Seitentausch der zwei Elemente der Einbauten, damit die Fahrzeuge in Richtung Kurzendorf nicht auf Höhe der Einfahrt auf die Gegenfahrbahn wechseln.

„Die Diskussion ist wichtig“, sagte ein Zuhörer, der nicht in dem Bereich wohnt. Aber „hier und heute findet sich kein Ergebnis“. Deshalb ist es aus seiner Sicht besser, „man trifft sich nochmal vor Ort und schaut sich die Situation zusammen an“. Diesen Vorschlag nahm Oberbürgermeister Thomas Deffner auf. „Das können wir machen.“

Die Anwesenden gaben sich damit zufrieden. Gleichwohl gab es den kritischen Hinweis, dass es gut wäre, wenn die Betroffenen von Anfang an mit einbezogen werden würden.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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