Stolpersteine in Rothenburg reinigen, um das Vergessen zu verhindern | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.05.2026 09:12

Stolpersteine in Rothenburg reinigen, um das Vergessen zu verhindern

Die „Omas gegen Rechts” und auch ein „Opa” beim Reinigen der Stolpersteine in der Herrngasse. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Die „Omas gegen Rechts” und auch ein „Opa” beim Reinigen der Stolpersteine in der Herrngasse. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Die „Omas gegen Rechts” und auch ein „Opa” beim Reinigen der Stolpersteine in der Herrngasse. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

Es war eine sehr kleine Gruppe, die sich am Freitag – dem 8. Mai – an der Ecke Herrngasse und Heringsbronnengäßchen vor der ehemaligen Synagoge, wo vier Stolpersteine eingebracht sind, getroffen hat. Der Grund: die Steine reinigen.

Die Ortsgruppe der „Omas gegen Rechts”, die auch von einem „Opa gegen Rechts” unterstützt wird, hatte zu der Aktion aufgerufen. Es war ihr ein Anliegen, gerade am 8. Mai, dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung von der Naziherrschaft, den vertriebenen und ermordeten jüdischen Familien, die in Rothenburg ihr Zuhause hatten, zu gedenken.

Gefolgt waren der Einladung nur sehr wenige Menschen. Die Gruppe reinigte die Stolpersteine und legte anschließend weiße Rosen nieder. Es finden sich außer in der Herrngasse noch in der Kirchgasse, Judengasse, Oberen Schmiedgasse und in der Neugasse Stolpersteine.

Die Gruppe ging zu jedem Stolperstein. Beate Zerkowski, die an der ersten Station für die „Omas gegen Rechts” kurz sprach, sagte: „Auch wenn es nicht alle verstehen: Wir feiern damit die Befreiung Deutschlands von der Naziherrschaft am 8. Mai 1945.”

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