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Veröffentlicht am 04.11.2025 20:20

„Stimmen-Projekt” rückt Menschen im Gastgewerbe in den Fokus

Sony Irawan ist eine der „Stimmen der Branche“, die dem Gastgewerbe im Landkreis Ansbach Gesicht und Geschichte geben. (Foto: Andrea Seiss)
Sony Irawan ist eine der „Stimmen der Branche“, die dem Gastgewerbe im Landkreis Ansbach Gesicht und Geschichte geben. (Foto: Andrea Seiss)
Sony Irawan ist eine der „Stimmen der Branche“, die dem Gastgewerbe im Landkreis Ansbach Gesicht und Geschichte geben. (Foto: Andrea Seiss)

Wer im Gastgewerbe arbeitet, prägt das Bild einer Region wie kaum eine andere Branche. Mit dem neuen Projekt „Stimmen der Branche“ rücken das Regionalmanagement des Landkreises Ansbach und der Tourismusverband Romantisches Franken in Kooperation mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband genau diese Menschen in den Mittelpunkt.

Die Mitarbeitenden seien diejenigen, die mit Leidenschaft, Kreativität und persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass sich Gäste in der Region willkommen fühlen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts Ansbach dazu. Ziel des Projekts sei es, die Vielfalt und Attraktivität der Berufe in Hotellerie und Gastronomie sichtbar zu machen und zugleich Werbung für die Region selbst zu betreiben. Fachkräfte, Auszubildende und Aushilfen sollen auf authentische Weise angesprochen werden – durch die Menschen, die bereits Teil dieser Branche sind.

Kochen ist Teamarbeit und Freiraum

Sieben von ihnen zeigen zum Auftakt, wie unterschiedlich die Wege in die Gastronomie sein können – und wie ähnlich doch die Begeisterung ist, mit der sie ihre Arbeit tun. Da ist etwa Sebastian Näpfel, Chefkoch im Hotel Bergwirt in Herrieden, der die Dynamik und Kreativität seines Berufs liebt. Für ihn ist Kochen Teamarbeit und Freiraum zugleich. Gemeinsam mit ihm arbeiten dort auch Maria Angelina und Sony Irawan, beide aus Indonesien. Sie absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Hotelkauffrau, er ist Jungkoch. Maria schätzt die Chancen auf Aufstieg und Weiterbildung und dass sie ihre Ideen einbringen kann. Sony bereitet vorrangig fränkische Küche zu, darf aber immer wieder auch seine indonesischen Wurzeln einfließen lassen.

Im Hotel auf der Burg Colmberg sorgt Renate Meyer im Housekeeping dafür, dass die Gäste sich wohlfühlen. Sie genießt die „gute Atmosphäre im Haus, das Vertrauen ihrer Chefs und die Möglichkeit, sich ihre Arbeit flexibel einzuteilen”. Ihr Kollege Marius Pieper, Hotelfachmann im selben Haus, liebt vor allem die Abwechslung in seinem Beruf. Ob an der Rezeption, im Restaurant oder bei der Leitung von Hochzeiten und Banketten, für ihn steht der Kontakt zu Menschen im Mittelpunkt.

Freude an Begegnung

Auch Andrea Seiss, die im Hotel Bergwirt als Servicekraft auf Minijob-Basis tätig ist, spricht von dieser Freude an Begegnung. Und schließlich ist da Joel Priller, angehender Koch im Hotel Landwehr Bräu in Reichelshofen. Schon als Kind stand er mit seinem Vater am Herd, heute macht er seine Leidenschaft zum Beruf. In seiner Küche arbeiten sieben Auszubildende. Das Klima sei kollegial, die Arbeit aber auch fordernd, heißt es in der Mitteilung.

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Begleitet wird das Projekt „Stimmen der Branche“ von einer Online-Kampagne, zu finden unter www.landkreis-ansbach.de unter dem Stichwort „Tourismus im Landkreis Ansbach – ich bin dabei!“. Die Initiatoren hoffen, dass sich weitere Betriebe anschließen, um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenfalls eine Bühne zu geben.

Interessierte Betriebe können sich melden

„Unsere Region lebt von ihren Gastgeberinnen und Gastgebern. Sie sind Botschafter des Romantischen Franken und verdienen Sichtbarkeit“, betonen Regionalmanagerin Andrea Denzinger und die Geschäftsführerin des Romantischen Frankens Regina Bremm. Interessierte Betriebe, die Teil der Kampagne werden möchten, können sich direkt beim Regionalmanagement des Landkreises Ansbach melden.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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