Der Ornbauer Stadtrat hat sich in seiner Sitzung in der Stadthalle mit dem Thema Elektromobilität eingehend beschäftigt.
Vor der Stadthalle in Ornbau gibt es eine Elektro-Ladesäule für ein gemeinsames Carsharing-Projekt der Kommunalen Allianz Altmühl-Mönchswald-Region und eine zweite öffentliche. Wo ergibt eine weitere – zentraler zur Altstadt gelegen – Sinn? Der mittelfränkische Stromversorger N-Ergie sehe einen Standort an der Kirche in der Bischof-Gundekar-Straße als geeignet an, informierte der Ornbauer Rathauschef.
Die N-Ergie ist Eigentümer der Säule, trägt die Kosten für den Netzanschluss und die Ladeinfrastruktur. Auf Ornbau kommen einmalig Kosten von rund 9000 Euro zu. Der Stadtrat regte an, mit dem Stromversorger abzuklären, ob auch der Platz auf der anderen Seite der Kirche möglich sei, da er noch zentraler zur Altstadt liege. Die Mitglieder des Stadtrats versprechen sich davon mehr Leben in Ornbau durch Autofahrer, die während des Ladens etwas Essen oder Trinken gehen. Deswegen verschob das Gremium die Entscheidung.
Außerdem ging es in der Sitzung um einen möglichen Zuschuss für ein Sanierungsgutachten für eine leerstehende Scheune im Herzen der Stadt. Ein Interessent plant dort, Wohnraum zu schaffen. Die Kosten belaufen sich auf knapp 24.900 Euro. Dabei geht es unter anderem um Untersuchungen zu Schadstoffen oder zur Statik. Durch eine Drittelförderung, die Bauherr, Städtebauförderung und Landesamt für Denkmalpflege tragen, kommen auf Ornbau 3500 Euro zu.
Stadtrat Manuel Göttler sagte, er wolle „keinen Präzedenzfall schaffen“ und stimmte gegen den städtischen Anteil. Er befürchtete, dass die Möglichkeit eines Zuschusses dann auch andere Bauherren nutzten. „Wir sind dafür da, die Altstadt zu entwickeln, und wir stehen zur Innenentwicklung“, so Bürgermeister Marco Meier. Beim Beschluss waren zehn Stadträte dafür und einer gegen den Zuschuss für das Sanierungsgutachten.
In seinen Bekanntgaben informierte Meier unter anderem über ein Anschreiben, das an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätte und Grundschule ging – darin bat die Verwaltung, die angespannte Parkplatzsituation in der Altstadt zu entschärfen und sich alternative Abstellmöglichkeiten zu suchen. Der Appell richtet sich auch an Studentinnen und Studenten.
Zum ersten Mal geht in diesem Jahr die Theken-Tour am 15. Juni in Ornbau über die Bühne. Beteiligt sind Vereine und Wirte an mehreren Standorten quer durch die Stadt. Und eine Verzögerung gebe es bei den Arbeiten am Kernweg im Ortsteil Oberndorf. Noch offen seien unter anderem Arbeiten wie das Befüllen der Mittelstreifen oder die Herstellung von Feldzufahrten, so der Rathauschef.
Das Gremium hat einstimmig dem Wunsch von Günther Müller zugestimmt, sich nicht für das Ehrenamt im Gremium zur Verfügung zu stellen. Er war eigentlich Listennachrücker für die Wählergruppe Eintracht nach dem Ausscheiden von Stadträtin Katharina Hackeneis. Zweiter Nachrücker ist Wilhelm Wenderlein. Nach seiner Berufung durch das Gremium hat er nun eine Woche Zeit, sich zu entscheiden, ob er das Ehrenamt übernehmen will.