Das Vorspiel ist vorbei. In der 1. Basketball-Regionalliga Südost beginnt die Knock-out-Phase. Während im Meisterrennen ziemlich klar ist, wer am Ende jubeln darf, stellt sich in den Playdowns Jahr für Jahr die gleiche Frage: Wer muss denn eigentlich absteigen? Zumal der Modus in dieser Saison neu ist.
Ähnlich wie in den Playoffs zur Ermittlung des Meisters – mit hapa Ansbach als topgesetztem Team – gibt es in den Playdowns ein K.o.-System, jeweils im Modus „best of three”. Der Unterschied ist: Wer eine Serie gewinnt, wird zum Zuschauer und hat den Klassenerhalt sicher. Die Verlierer müssen weiterspielen, bis einer weint. Oder zwei. Oder sogar drei.
Robert Daumann, Sportreferent der Regionalliga Südost, erklärt die Hintergründe: „Der alte Modus war ein bisschen Geplänkel. Wer da in der Tabelle oben stand, der hat auch mal nur die Nachwuchsmannschaft zum Auswärtsspiel geschickt. Aber wir wollen echte Playdowns.”
In der Saison 2024/25 hatte es in der Abstiegsrunde noch eine Gruppe mit den acht schwächsten Teams der beiden Hauptrundengruppen Nord und Süd gegeben. Siege aus der Hauptrunde gegen die Playdown-Teilnehmer wurden mitgenommen. Alle Nord-Teams spielten dann noch jeweils zweimal gegen die Süd-Konkurrenten und umgekehrt.
So ergab sich eine Tabelle für den Kampf gegen den Abstieg. Die beiden letztplatzierten Teams sollten absteigen. Es waren dann aber überraschenderweise drei, weil niemand in die drittklassige ProB aufsteigen wollte. Als Dritten erwischte es den TTV Onlineprinters Neustadt, der an Ostern 2025 noch dachte, er müsste runter. Mitte Mai stand aber genauso plötzlich fest: Es steigen doch nur zwei Teams ab.
Dieses Hin und Her lässt sich auch mit dem neuen Modus nicht verhindern, betont Daumann. „Stand jetzt rechnen wir mit zwei Absteigern”, sagt er. Das ergibt sich aus der Annahme, dass ein Team von oben aus der ProB runterkommt (aktueller Letzter: Würzburg Baskets Akademie), ein Team hochgeht (der Meister, der Zweite oder Dritte) und zwei Teams von unten aus der 2. Regionalliga aufsteigen. Das ergibt im Basketball-Deutsch einen „sportlichen” und einen „bedingten” Absteiger.
Für den neuen Playdowns-Modus bedeutet das: Die vier Sieger der Viertelfinals schaffen den Klassenerhalt, die beiden Sieger der Halbfinals sollten ihn auch sicher haben. Und die beiden Verlierer der Halbfinals steigen ab. Weil das aber nicht so ganz sicher ist, müssen diese beiden Absteiger in spe auch noch ein „Finale” (18. bis 26. April) austragen, das nur eine Relevanz hätte, falls es tatsächlich nur einen sportlichen und keinen bedingten Absteiger geben sollte.
„Ja, das Finale muss gespielt werden”, betont Daumann. Das liege daran, dass die Anwartschaften für die 1. Regionalliga zum 15. Mai vergeben werden, in der ProB dies aber erst zum 31. Mai geschieht.
Aber es könnte auch der Fall eintreten, dass drei Teams absteigen müssen. Dann kommt die Zwischenrunde ins Spiel, die es in dieser Form erstmals gab. Der dritte Absteiger würde nicht in einer Extra-Serie der beiden Halbfinal-Sieger ausgespielt, sondern anhand einer Tabelle ermittelt, die sich aus den beiden Zwischenrundengruppen 3 und 4 ergibt. Die darin schlechter platzierte Mannschaft wäre der dritte Absteiger, erläutert Daumann.
Dass es überhaupt diese ständigen Änderungen am Spielbetrieb gibt, sei der Corona-Pandemie geschuldet. Damals hatte man sich entschieden, notgedrungen von einer 14er-Liga auf zwei 8er-Staffeln umzustellen. Daumann: „Das hat sich irgendwie eingebürgert.”
Ganz zufrieden ist man damit weder auf Verbands- noch auf Vereinsseite. Es gebe Überlegungen, zurück zu einer eingleisigen Liga mit 14 Mannschaften zu gehen, sagt Daumann. Das gehe aber erst zur Saison 27/28, in der kommenden Saison 26/27 werde der aktuelle Modus noch einmal angewendet. Wenigstens das steht also fest.
Playoffs:
Viertelfinale: (28. Februar, 8./14. März)
(1) Ansbach – (8) Nördlingen
(4) J. München – (5) Vilsbiburg
(2) Weimar – (7) Veitshöchheim
(3) Breitengüßbach – (6) Leipzig
Halbfinale: (21./28 März, 11. April)
Sieger 1/8 – Sieger 4/5
Sieger 2/7 – Sieger 3/6
Playdowns:
Viertelfinale: (28. Februar, 8./14. März)
(11) Haching – (14) Gotha
(10) Schwabing – (15) Neustadt
(12) Bamberg – (13) München B.
(9) Dresden II – (16) Aschaffenburg
Halbfinale: (21./28 März, 11. April)
Verlierer 11/14 – Verlierer 10/15
Verlierer 12/13 – Verlierer 9/16