Spezialgerät hilft der Wasserwacht bei der Suche nach Vermissten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.07.2023 14:44

Spezialgerät hilft der Wasserwacht bei der Suche nach Vermissten

Lisa Schuster demonstrierte die Funktionsweise des Rettungsgeräts im Krummweiher. (Foto: Peter Tippl)
Lisa Schuster demonstrierte die Funktionsweise des Rettungsgeräts im Krummweiher. (Foto: Peter Tippl)
Lisa Schuster demonstrierte die Funktionsweise des Rettungsgeräts im Krummweiher. (Foto: Peter Tippl)

Das Aquaeye unterstützt bei der Rettung und Bergung von vermissten Personen aus trüben Gewässern. Dieses vollkommen neue Gerät stellte die Kreis-Wasserwacht verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen am Krummweiher bei Königshofen vor. Finanziert wurde es über die FLZ-Weihnachtsaktion.

Vermisste Personen in Seen, Flüssen oder Teichen werden mit einer Menschenkette von der Wasserwacht gesucht, erläuterte Kreisvorsitzender Bernd Müller von der Wasserwacht Ansbach das Prozedere einer Suchaktion.

Das ungute Gefühl und die psychische Belastung der Such- und Rettungsteams im Wasser kann mit dem neuen Aquaeye verhindert werden. Bei der Wasserrettung zählt zudem jede Sekunde und das Suchgerät kann in kürzester Zeit nach dem Eintauchen ins Wasser potenzielle Opfer ausfindig machen, erklärten die Mitglieder der Wasserwacht.

8000 Quadratmeter in fünf Minuten absuchen

Robust, schwimmfähig, wasserdicht, salz- und sandbeständig und auch widerstandsfähig gegen kleine Stöße kann der Retter mit dem 1,4 Kilogramm schweren Gerät in einem Umkreis von 50 Metern und bis zu fünf Metern Tiefe vermisste Personen orten.

Das auf Sonartechnik basierende Aquaeye sendet einen Impuls aus, wertet das zurückkommende Echo mit einer künstlichen Intelligenz aus und zeigt auf dem Display mittels Kreuz die vermisste Person an. In weniger als fünf Minuten können 8000 Quadratmeter Wasserfläche abgesucht werden, hieß es – ein effizienter und ressourcenschonender Umgang und dazu eine enorme Zeiteinsparung, die bei der Wasserrettung entscheidend sein kann.

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Bei einem Realeinsatz im Januar in Wassertrüdingen an einem Weiher wurde das Aquaeye schon einmal getestet. Bei der Demonstration am Krummweiher bei Königshofen ging Lisa Schuster, stellvertretende technische Leiterin der Kreiswasserwacht, mit dem Suchgerät in den Weiher und ortete zielsicher die drei von der Wasserwacht gestellten Probanden.

Gewässer wie die Naturfreibäder in Dinkelsbühl, Wassertrüdingen oder der Altmühlsee – an den Wachstationen in Wald und Muhr wird das Ortungsgerät an den Wochenenden eingesetzt – sind prädestiniert für den Einsatz.

Anschaffungskosten von 6600 Euro

Gelagert wird das Aquaeye im Rettungszentrum in der Henry-Dunant-Straße in Ansbach. Mittels Sammelbestellung der Bayerischen Wasserwacht kostete das Ortungsgerät der Wasserwacht Ansbach 6600 Euro, gab Kreisvorsitzender Müller bekannt.

Finanziert wurde dies über die Aktion „FLZ-Leser helfen”, wofür die Verantwortlichen sich bei allen, die mit ihren Spenden zu der Anschaffung beigetragen haben, bedankten.

Der Einladung zur Vorführung am Krummweiher waren Vertreter der Kriminalpolizei Ansbach, der Feuerwehrführung des Landkreises sowie verschiedener Rettungsdienstverbände gefolgt. Die Retter hoffen auf Spenden für weitere Geräte, denn bestenfalls sollte das Aquaeye künftig an allen sensiblen Gefährdungsorten zur Verfügung stehen.


Von Peter Tippl
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