Söder fischt den ersten Karpfen der Saison bei Bechhofen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.09.2023 19:45

Söder fischt den ersten Karpfen der Saison bei Bechhofen

Erfolgreich als Fischer betätigte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder bei der Eröffnung der bayerischen Karpfensaison am Fischhof bei Bechhofen. Neben Söder waren auch Ansbachs stellvertretender Landrat Hans Henninger (links), Albert Deß als Vorsitzender der Bayerischen Berufsfischer und Bechhofens Bürgermeister Helmut Schnotz (von links) in Wathosen geschlüpft. (Foto: Fritz Arnold)
Erfolgreich als Fischer betätigte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder bei der Eröffnung der bayerischen Karpfensaison am Fischhof bei Bechhofen. Neben Söder waren auch Ansbachs stellvertretender Landrat Hans Henninger (links), Albert Deß als Vorsitzender der Bayerischen Berufsfischer und Bechhofens Bürgermeister Helmut Schnotz (von links) in Wathosen geschlüpft. (Foto: Fritz Arnold)
Erfolgreich als Fischer betätigte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder bei der Eröffnung der bayerischen Karpfensaison am Fischhof bei Bechhofen. Neben Söder waren auch Ansbachs stellvertretender Landrat Hans Henninger (links), Albert Deß als Vorsitzender der Bayerischen Berufsfischer und Bechhofens Bürgermeister Helmut Schnotz (von links) in Wathosen geschlüpft. (Foto: Fritz Arnold)

Erfolgreich als Fischer betätigte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder bei der Eröffnung der bayerischen Karpfensaison am Fischhof Wiesethgrund am Rottersdorfer Weiher bei Bechhofen. Trotz der Wärme und infolge des Regens sind die Speisefische in diesem Jahr gut gewachsen.

Neben Söder schlüpften auch Ansbachs stellvertretender Landrat Hans Henninger, Albert Deß als Vorsitzender der Bayerischen Berufsfischer und Bechhofens Bürgermeister Helmut Schnotz in Wathosen. Der Ministerpräsident hatte er alsbald einen der größten Karpfen in seinem Kescher.

Kormoran ist unter Kontrolle

„Regional ist Trumpf“ stellte er beim anschließenden Fischschmaus fest. Die heimischen Teichwirte würden beste Lebensmittel erzeugen, stellte er fest. Schon als Umweltminister sei er mit der Problematik der Schäden durch den Kormoran konfrontiert worden. Diese habe man nun im Griff. Wenn es jetzt darum gehe, dem Vormarsch der Fischotter Einhalt zu bieten, dann gehe es um eine richtige Balance in der Natur.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die Söder assistierte, wies auf die die große Bedeutung der Teichwirtschaft für die Vielfalt in der Natur hin. Niemand wolle den Fischotter ausrotten, aber dort wo die Population zu groß werde, müssten die Tiere entnommen werden, sagte sie. Kaniber zeigte sich deshalb enttäuscht von Verbänden, die nicht dieser Meinung sind. Ein heimischer Karpfen habe 15 Quadratmeter Lebensraum. Neben dem Wert der Teiche für die ökologische Vielfalt sei auch die Wirkungen für den Hochwasserschutz nicht zu unterschätzen. Ein halber Meter Stauhöhe in den Teichen in Bayern mache einen Rückhalt von 100 Millionen Kubikmeter Wasser aus. Ansbachs stellvertretender Landrat Hans Henninger bezeichnete den Karpfen als Paradebeispiel einer regionalen Ernährung. Im Landkreis gebe es 3200 Weiher. Oft längen nur wenige Meter Entfernung zwischen dem Teich, der Küche und dem Verzehr.

Henninger begrüßte zur bayerischen Karpfensaisoneröffnung auch das Ehrenmitglied der Teichgenossenschaft Ansbach: den 101-jährigen Erich Käppner, der als Baggerfahrer in vielen Jahrzehnten unzählige Weiher gebaut und entlandet hat. Der stellvertretende Landrat Henninger ging ebenfalls auf die Schäden ein, die durch Biber entstehen. Erst vor einer Woche hatte er aus dem Raum Dietenhofen eine Unterschriftenliste erhalten, in der die Unterzeichnenden endlich ein rigoroses Durchgreifen und eine deutliche Reduzierung der Bestände forderten.

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Flexibel gegen Überpopulation

Unterstützung erhielt er auch vom gastgebenden Bürgermeister Helmut Schnotz. Gesetze müssten so formuliert sein, dass man gegen eine Überpopulation flexibel tätig werden könne. In seiner Gemeinde Bechhofen gebe es über 100 Biber.

Dr. Martin Oberle als Karpfenexperte aus Höchstadt berichtete von gut gewachsenen Karpfen infolge des ausreichenden Regens und der Wärme. Nach dem Anstieg der Preise im letzten Jahr gehe er nun von einem stabilen Niveau aus.

Beim Termin war Ministerpräsident Markus Söder von Pressevertretern und TV-Teams zu der Angelegenheit um seinen Stellvertreter Hubert Aiwanger befragt worden. Dessen Entschuldigung bezeichnete er als überfällig und er erwarte nun baldmöglichst Antworten auf die von ihm gestellten 25 Fragen.


Von Fritz Arnold
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