Weniger ist mehr: Während der VW-Konzern mit seinen elektrischen Kleinwagen gerade um die Gunst sparsamer Familien wirbt, fährt der chinesische Newcomer Leapmotor den Niedersachsen bald mit dem B03X in die Parade – und lässt dabei auch die Marken der Adoptivmutter Stellantis schlecht aussehen.
Wo Autos wie der Skoda Epiq, der VW ID.Cross oder der Opel Frontera mehr oder minder knapp unter 30.000 Euro starten, peilen die Chinesen einen deutlich niedrigeren Einstiegspreis in der Mitte der 20.000er an. Wie schon beim Kleinstwagen T03 für 18.900 Euro erhöhen sie damit den Preisdruck auf die etablierten Marken.
Dabei will der B03X, der in China als A10 bereits im Handel ist, kein Sparbrötchen sein. Bei 4,27 Metern Länge und 2,61 Metern Radstand können deshalb auch im Fond zwei Erwachsene sitzen, der Kofferraum fasst dem Hersteller zufolge 602 bis 1.549 Liter. Zur Ausstattung zählen Extras wie das Panoramadach oder eine variable Sitzlandschaft mit aufstellbarer Bank im Fond oder Vordersitzen, die an der Ladesäule zu Liegen für die Hinterbänkler werden.
Wie genau der B03X für Europa spezifiziert wird, hat Leapmotor noch nicht bestätigt. In China wird er als A10 aktuell in zwei Varianten mit 70 kW/95 PS oder 90 kW/122 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h angeboten. Die Akkus haben 40 oder 53 kWh und ermöglichen Reichweiten von bis zu rund 500 Kilometern. Zur Ladeleistung macht Leapmotor keine Angaben, von 30 auf 80 Prozent soll es der B03X aber in 16 Minuten schaffen.
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